Für den deutschen Finanzexperten Peter Thilo Hasler ist sicher: In spätestens 10 Jahren ist es aus mit Kryptowährungen. Bis dahin prognostiziert er noch dramatischere und schnellere Kursabfälle als derzeit schon bei den Branchen-Giganten Bitcoin und Ethereum zu sehen. Sein vernichtendes Urteil unterstützt er mit zwei klaren Argumenten.

Kryptowährungen bald vergessen? Noch ist die Blase nicht geplatzt

In einem Interview mit Insider (Paywall) teilt Autor und Finanzanalyst seine Meinung zu Bitcoin und Co. Hasler räumt dabei ein, dass das Investment etwa in den Bitcoin vor zwei Jahren durchaus lohnenswert für Anlegerinnen und Anleger gewesen ist. Haben jene vor circa sechs Monaten zum Allzeithoch der Kryptowährung verkauft, – damals lag die Währung bei 65.686,65 Euro pro Coin – verzeichneten sie eine Rendite von 200 Prozent.

Jedoch erkennt er sogar den großen Kryptowährungen, namentlich Bitcoin und Ethereum, langfristiges Zukunftspotenzial ab. Noch würde die Blase nicht platzen. Die Panik bei den Anleger*innen sei noch nicht groß genug. Nichtsdestotrotz ist er überzeugt: „In zehn Jahren spricht niemand mehr über Krypto.“

Sie taugen weder als Währung noch als Investition

Er nennt für seine düstere Prognose zwei simple Gründe. Zum einen stellen Bitcoin, Ethereum und Ähnliches keine klassischen Vermögensspeicher dar. Das Risiko sei viel zu hoch, weil die digitalen Assets selber keinen Cashflow generieren.

Anders als im klassischem Aktienhandel lässt sich der sinkende oder steigende Wert von Kryptos nicht anhand eines wirtschaftlichen Wachstums einer Firma aufzeigen und begründen. Kryptowährungen sind freier und losgelöster, was sich für Hasler als Schwäche entpuppt. Er misst den digitalen Assets sogar einen „negativen Wert“ bei. Dabei bezieht er sich auf die zu kritisierende Ökobilanz der Coins, etwa beim Krypto-Mining.

Zum anderen würden sich die Kryptowährungen entgegen der Bezeichnung eben nicht als Währung durchsetzen. Zwar kannst du bei einigen Services und Waren bereits mit Bitcoin und weiteren bezahlen, allerdings durchdringt diese Methode nicht den Markt. Dafür seien unter anderem technische Hindernisse als Ursache zu nennen.

Hasler sieht jedoch Hoffnung im Stablecoin

Die einzige Ausnahme sieht der Finanzexperte in sogenannten Stablecoins. Im Gegensatz zum Bitcoin oder Ethereum weisen diese nämlich eine bestimmte Eigenschaft auf. Der Wert von Stablecoins ist „an einen ’stabilen‘ Reservewert wie den US-Dollar oder Gold gekoppelt“, wie Coinbase erklärt. Darin sieht Hasler den Vorteil, dass gerade internationale Bankgeschäfte mit dieser Art Kryptowährungen effektiver abgewickelt werden können. Dennoch bleibt er unsicher, ob sie das ganze Aufhebens wert sind.

Quellen: Insider, btc-echo, Coinbase

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