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Betrug am Prime Day: Vor einer Masche solltest du dich besonders in Acht nehmen

Am Prime Day steht Betrug auf der Tagesordnung: Das Event von Amazon wird schamlos ausgenutzt, um dich zu bestehlen.

Person hält eine Kreditkarte
Am Prime Day ist Betrug ein wahrer Shopping-Spaßverderber. © Getty Images/Westend61/Amazon [M]

Amazons Angebot-Offensive lockt nicht nur kauflustige Kundschaft mit radikalen Rabatten vor die Bildschirme. Leider werden auch Kriminelle von dem Event wie von Zauberhand angezogen und versuchen, dir Geld und private Daten aus den Taschen zu ziehen. Am Prime Day ist Betrug keine Seltenheit und deswegen verraten wir dir, wie du dich am besten dagegen schützt.

Amazon Prime Day: Betrug steht auf der Tagesordnung

Der kriminellen Kreativität scheint selten eine Grenze gesetzt zu sein: Gerade am Prime Day ist Betrug zum Tagesgeschäft für viele Verbrecher geworden und so kommt es, dass Sicherheitsexpert*innen sogar vor den Schattenseiten der Schnäppchenzeit ausdrücklich warnen. Denn während du noch deine Shopping-Strategien schmiedest, sind die Betrüger drauf und dran, dich über Phishing-Mails, in denen über vermeintliche Deals informiert werden soll, an deine Daten zu gelangen. Auch über SMS oder andere Messenger fallen Menschen der Masche regelmäßig zum Opfer, weswegen wir dir nachfolgend erklären, wie du dich am besten gegen sie schützt.

Die Betrüger*innen haben dabei meist ein und dasselbe Ziel: Im Schatten der Sonderangebote wollen sie die von den Aktionen abgelenkten Kunden und Kundinnen um ihre Kreditkarteninformationen, Passwörter oder andere sensible Daten bringen. Täuschend echt wirkende Webseiten, auf die du nach dem Klicken auf einen der gefährlichen Phishing-Links weitergeleitet wirst, lassen dabei im ersten Moment oft wenig Zweifel aufkommen. Hier wirst du dann an irgendeiner Stelle aufgefordert, deine Daten anzugeben.

Wie Check Point in seinem Blog bereits im letzten Jahr berichtete, werden vor dem Amazon Prime Day vermehrt Domains, die etwas mit Amazon zu tun haben sollen, registriert. Über 2.300 waren es dabei im vergangenen Jahr – Tendenz steigend. Besonders besorgniserregend: Etwa eine aus zwei dieser Domains sind gefährlich, etwa jede dritte mindestens verdächtig. Sogar vor extremeren Mitteln, wie der Nachahmung des Amazon Kundenservices oder einer Fälschung der Amazon Login-Seite schrecken die Cyberkriminellen nicht zurück.

Wie du dich vor Betrug am Prime Day besser schützt

Möchtest du am Prime Day keinem Betrug aufsitzen, so ist es ratsam, sich gegen die gängigsten Methoden zu schützen. Glücklicherweise kannst du sowohl Phishing-Mails als auch verräterische SMS- oder WhatsApp-Nachrichten relativ unkompliziert identifizieren.

Nachfolgend ein paar Punkte, die du vor dem Öffnen einer Phishing-Nachricht oder dem sich darin befindenden Link, spätestens aber vor der Eingabe deiner Daten überprüfen solltest:

  • Die richtige Adresse des Absenders: Mails, die von Amazon stammen, enden stets mit der Endung „@amazon.de“.
  • Verdächtige Links: Links, die in deiner angeblichen Nachricht von Amazon stecken, sollten dich stets zu einer Seite, die mindestens „https://www.amazon.de“ enthält, führen.
  • Legitime Website: Originale Webseiten, die von Amazon stammen, besitzen einen Punkt in der URL, beispielsweise „pay.amazon.de“. Außerdem sind niemals Zahlen enthalten.
  • Kuriose Rechtschreibfehler: Oft stammen die Betrüger*innen nicht aus dem Land, in welchem sie versuchen, an die Daten potentieller Opfer zu gelangen. Achte aus diesem Grund auf verräterische Formulierungen und vor allem Rechtschreibfehler.

Natürlich rät Amazon selbst strengstens davon ab, Links anzuklicken oder Anhänge herunterzuladen. Darüber hinaus werden Kundinnen und Kunden, wie bei mittlerweile fast jedem seriösen Unternehmen, niemals über ihre E-Mail nach persönlichen Daten gefragt.

Wo du Phishing-Mails von Amazon melden kannst

Bei der Bekämpfung von Betrug, nicht nur am Prime Day, bittet Amazon dich um deine Mithilfe: Verdächtige Nachrichten, etwa Phishing-Mails oder auch das verbreitete Spoofing (Täuschungsmethoden in Computernetzwerken zur Verschleierung der eigenen Identität), nimmt der Versand-Riese sehr ernst. Aus diesem Grund ruft das Unternehmen dazu auf, dich selbst beim kleinsten Verdacht an den hauseigenen Support zu wenden. Diesen erreichst du unter stop-spoofing@amazon.com oder über den Hilfebereich der Webseite:

  1. Öffne eine neue Mail und hänge die dort von dir als „verdächtig“ eingeschätzte Nachricht an.
  2. Sind die Nachrichten nicht als Anhang zu verschicken, kannst du sie auch ganz einfach an die oben genannte Adresse weiterleiten.

Quellen: eigene Recherche; Check Point

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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