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Eklige Technik: Gleich 4 Geräte sind überraschende Keimschleudern – jeder hat sie zu Hause

Wir alle nutzen die folgenden Geräte besonders häufig, wenn nicht sogar mehrmals täglich. Gerade deshalb wird aus diesen oft ein wahrer Herd für Bakterien.

Keime in einer Petrischale
Auch auf Technikgeräten finden sich jede Menge Keime. © Adobe Stock/TopMicrobialStock

Alles, was du täglich in die Hand nimmst, ist potenzieller Überträger von Mikroben und Bakterien. Dazu zählt auch deine heimische Technik. Und da du vieles davon unbewusst benutzt, fällt es dir nicht einmal auf. Kommen dazu dann bestimmte Bedingungen, vermehren sich die Keime dort fleißig.

Technik: Auf diesen Geräten fühlen sich Keime besonders wohl

Nicht jedem Gerät sieht man an, dass ein wahrer Keimmagnet dahinter steckt. Sonst würdest du sie vielleicht weniger unbedacht nutzen oder öfter reinigen. Tatsächlich sind es vor allem kleinere Dinge, die unzählige Bakterien auf sich vereinen. Aber auch größere Technik, die wir händisch bedienen, neigt zu Verunreinigungen.

#1 Smartphone

Du gehst jeden Tag bereits mit Keimen aus dem Haus. Denn dein Smartphone vereint unzählige Bakterien auf sich. Kein Wunder, denn nichts begleitet dich so intensiv wie das mobile Telefon.

Nur ein Grund dafür, dass es schnell zur Brutstätte für Mikroben wird: Viele nutzen ihr Handy auch auf der Toilette. Dort ist das Risiko, mit gesundheitsgefährdenden Bakterien in Kontakt zu kommen, allerdings besonders hoch.

#2 Festnetztelefon

Neben der mobilen Version ist dein Festnetztelefon – solltest du eines besitzen – eine ähnlich große Keimschleuder. Wie Focus berichtet, sind hier vor allem die Tasten der Geräte und der untere Teil des Hörers besonders belastet.

Einer Studie im Auftrag des Hygiene Council zufolge, so Focus weiter, konnten dort bereits rund 10.000 Mikroben pro Quadratzentimeter nachgewiesen werden. Eine regelmäßige Reinigung empfiehlt sich daher auch bei diesen Geräten.

#3 Fernbedienung

Jede*r besitzt mindestens ein Gerät mit Fernbedienung. Diese halten wir ständig in der Hand. Im Falle eines Fernsehers oft genug auch mit verschmierten Fingern, weil vorher in die Chipstüte gepackt oder ein anderes Lebensmittel aufgenommen wurden. Für Keime und Bakterien bietet dieses Stück Technik dann besonders gute Voraussetzungen.

Einer etwas älteren Studie der University of Arizona (via Infection Control Today) zufolge kann das besonders in Krankenhäusern ein großes Problem sein. Demnach zählt sie dort zu den größten Trägern von Bakterien und kann auf diese Art sogar multiresistente Keime übertragen.

Helfen kann zu Hause ein wöchentliches Abreiben mit einem entsprechenden Reinigungstuch. Wasser ist dabei weniger zu empfehlen, weil das in das Innere der Fernbedienung vordringen könnte.

#4 Computer-Tastatur

In mehreren Studien konnte bislang nachgewiesen werden, dass das Keyboard eines Computers unerwartet schmutzig werden kann. Wie das National Center for Health Research aufzeigt, kamen die Forschenden dabei zu verschiedenen, unangenehmen Ergebnissen:

  • Keyboards können hohe Level an Keimen aufweisen, wobei gemeinsam genutzte Exemplare jene, die in Einzelnutzung sind, übertreffen (Probeentnahme an Universitäten).
  • Ein Keyboard kann bis zu 400-mal mehr Bakterien aufweisen als ein gewöhnlicher Toilettensitz (Probeentnahme in Büros).
  • Zwei tödliche und medikamentenresistente Arten von Bakterien konnten bis zu 24 Stunden auf einem Keyboard überleben.

Gerade bei öffentlich benutzbaren Tastaturen ist Achtung geboten. Hier helfen Desinfektionstücher oder -Sprays, um zumindest einen minimalen Schutz vor den Keime zu gewährleisten.

Gründe für händisch übertragene Keime

Dass wir Keime auf Technik übertragen, kann unter anderem daran liegen, wie diese behandelt werden. An regelmäßig eingecremten Händen haften Bakterien und Co. beispielsweise besser. Auch wer sich wenig die Hände wäscht, trägt vermehrt Mikroben mit sich herum.

Das Gute: Benutzt nur du die genannten Gerätschaften, brauchst du dir keine Sorgen machen. Dann kleben nur deine eigenen Keime daran. Gibt es dagegen weitere Nutzer*innen, kann es unter Umständen zu unschönen Übertragungen kommen.

Quellen: National Center for Health Research, Infection Control Today, Focus

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