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ChatGPT und Co.: Moderne künstliche Intelligenz könnte sehr gefährlich werden

Moderne KI-basierte Programme wie ChatGPT kommen immer stärker zum Einsatz und bieten vielfältige Möglichkeiten. Doch die steigende Popularität kommt mit einem hohen Preis.

ChatGPT-Schriftzug auf einem Handy-Display.
u00a9 Rokas - stock.adobe.com

KI: Was ist eine künstliche Intelligenz?

Vom Roboterarm bis zur hyperintelligenten Maschine – KI ist bereits jetzt ein fester Bestandteil unseres Alltags …  aber wie funktioniert eine KI?

Zwar ist die Idee hinter künstlicher Intelligenz nicht gerade neu. Doch aktuell ist sie dank verschiedener nutzerorientierter Anwendungen so sehr im Gespräch wie selten zuvor. Insbesondere der Textbot ChatGPT hat sich hervorgetan. Er ist vielseitig einsetzbar und wird noch stärkere Verbreitung finden. Doch ihm und Konkurrenzprodukten wohnt ein großer Nachteil inne, über den noch kaum jemand nachgedacht hat.

ChatGPT, Bard und Co. mit hoher Belastung fürs Klima

Den auf künstlicher Intelligenz basierenden Bot ChatGPT gibt es bereits seit 2018. Entwickelt hat ihn das Unternehmen OpenAI. Da das System derzeit stark im öffentlichen Fokus steht, sind aber mittlerweile auch andere, sehr große Konzerne darauf aufmerksam geworden.

Unter anderem hat erst kürzlich Microsoft bekannt gegeben, ChatGPT bei der eigenen Suchmaschine Bing sowie im eigenen Browser fest zu integrieren. Google will wiederum als Reaktion das Konkurrenzprodukt Bard in Stellung bringen. Doch wie aus einem Bericht bei Wired hervorgeht, wird der bald flächendeckende Einsatz von KI-basierten Systemen für einen erheblichen Klima-Abdruck sorgen.

Denn der ohnehin schon jetzt immens hohe Bedarf an Energie und Kühlung für die Rechenleistungen und Speicherkapazitäten können durch den Einsatz von ChatGPT und Co. einen erheblichen Schub erhalten. Zu diesem Schluss kommt unter anderem Alan Woodward, Cybersicherheitsexperte an der University of Surrey im Vereinigten Königreich.

Gut zu wissen: Was genau ist ChatGPT? Wir erklären dir im Detail, was es ist, wie du es für dich nutzen kannst und beantworten wichtige Fragen zum Internetphänomen der Stunde.

Starke CO2-Emissionen durch KI

Unternehmen wie OpenAI und Google hüllen sich in Bezug auf den wahren Ressourcenverbrauch in Schweigen. Einer unabhängigen Studie zufolge soll aber allein das Training für einen Teil der ChatGPT-Basis etwa 1.287 Megawattstunden an Energie verbraucht haben. Dabei sollen mehr als 550 Tonnen an CO2-Emissionen entstanden sein – so viel wie eine Person mit 550 Flügen von New York nach San Francisco und wieder zurück erzeugen würde.

Das allein soll angeblich noch nicht allzu schlimm sein. Doch die Ausführung und Nutzung von Millionen, potenziell sogar von Milliarden Menschen, wird entsprechend mehr an Energien benötigen. Martin Bouchard, Chef von Qscale und damit Betreiber nachhaltiger Rechenzentren, rechnet durch den Einsatz von KI mit einer vier- bis fünfmal höheren Rechenleistung pro Suchanfrage.

Dazu kommt noch, dass die KI von ChatGPT und anderen Bots permanent weitertrainiert werden müsse, um aktuell zu bleiben, was zu einer ansteigenden Umweltbelastung führen wird.

Quellen: Wired, „Carbon Emissions and Large Neural Network Training“ (ResearchGate 2021)

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