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Gefahr für Android und iOS: Experten warnen vor diesem perfiden Trojaner

Die Gefahr für Android und iOS hört auf den Namen Sherlock. Der Trojaner ist so ausgelegt, dass er etliche Geräte auf einen Schlag infiltrieren kann.

Viruswarnung auf dem Android-Handy
u00a9 tadamichi - stock.adobe.com

Trojaner: Woher kommen sie und wie wirst du sie los?

Was sind Trojaner?Trojaner sind Schadprogramme, die durch Täuschung auf deine Festplatte gelangen……zum Beispiel durch schädliche E-Mail-Anhänge oder Downloads.Sind sie erstmal auf deinem Computer, können sie deine Daten löschen, modifizieren, kopieren oder sperren.

Der Trojaner Sherlock arbeitet unter Genehmigung der isrealischen Regierung. Mit gewieften Techniken schafft er es an den Sicherheitsschleusen von Android und iOS vorbei. Nur, wenn du weißt, wie er arbeitet, kannst du dich schützen.

Android und iOS: Sherlock greift über Werbeanzeigen an

Was Sherlock so perfide macht, ist nicht zwingend seine Vorgehensweise, sobald er auf dem Gerät ist. Viel erschreckender ist die Einfachheit, mit der er auf Android- oder iOS-Handys gelangt. Manipulierte Werbeanzeigen, bei denen ein Klick ausreicht, dienen als Köder. Sobald du durchs Antippen die gefährliche Webseite besucht, bahnt sich der Trojaner einen Weg auf dein Handy.

Zudem ist Sherlock so auslegt, dass die Software abermillionen Geräte infiltrieren kann. Dazu greift man auf legal erhältliche Informationen zurück, die etwa auch seriöse Werbetreibende von deiner Gerätenutzung erhalten. Die wenigsten Verbraucherinnen und Verbraucher wissen wie viele Informationen sie durch die Nutzung von Facebook oder den Google-Suchverlauf über sich preisgeben.

Doch genau diese Informationen werden dann dafür verwendet, auf dich abgestimmte Werbeanzeigen zu gestalten, die du auf diversen Webseiten zu sehen bekommst. Und unter diesen Anzeigen könnte sich auch eine befinden, hinter der sich Sherlock verbirgt.

Übrigens: Nicht nur Android- und iOS-Geräte können mit Sherlock mitmaßlich gehackt werden. Auch Windows-Systeme sind vor dem Trojaner nicht sicher.

Sherlock dient als militärische Waffe

Die Hintergrundgeschichte dieser Spyware ist noch um einiges brisanter als ihre Vorgehensweise. Sherlock soll laut Informationen, die The Register vorliegen, seine Wurzeln in Isreal haben und zum Verkauf dienen. Die Firma, die für diesen Verkauf zuständig ist, habe die Genehemigung des isrealischen Verteidigungsministeriums erhalten. Sherlock dient nun also als global angebotenes Militärprodukt. Eine Einschränkung für den Vertrieb der gefährlichen Android-, iOS- und Windows-Spyware sei jedoch, dass der Verkauf nur an „westliche Länder“ stattfinden solle.

Sicherheitsforschende wie Jason Kelley zeigen sich besorgt über die breiten Anwendungsmöglichkeiten des Trojaners. Immerhin könnte er durch seine Machart und als Militärwaffe praktisch jedes Gerät hacken. Der Bedrohungsforscher vergleicht Sherlock mit vorhandener Schadsoftware, die ebenfalls über unseriöse Anzeigen arbeiten: „In Bezug auf die Bedrohung kann dies mit Malvertising verglichen werden, bei dem eine bösartige Werbung pauschal an ahnungslose Benutzer weitergegeben wird“.

Schütz dich mit 3 einfachen Methoden

Gleichzeitig betonen die Experten jedoch, dass man sich womöglich wenig Sorgen um einen Angriff mit Sherlock machen muss. Zwar ist das Produkt so ausgelegt, dass es nahezu alles und jeden angreifen kann, doch das Interesse am Zielobjekt bleibt zu hinterfragen. Solltest du also nicht gerade eine interessante Zielperson für ganze Staaten sein, musst du dir weniger Gedanken machen.

Allerdings kann eine Schadsoftware nachgeahmt oder geklaut werden. Trojaner für Android und iOS, die ähnlich arbeiten, hat es bereits gegeben und wird es auch weiterhin geben, sodass du stets Vorsichtig im Netz sein solltest. Formate wie Sherlock, die über Werbung angreifen, kannst du meiden, indem du auf besonders sichere Browser setzt oder einen Adblocker am Handy und PC installierst. Die einfachste Methode, um nicht auf Werbe-Trojaner hereinzufallen, ist natürlich schlichtweg nicht auf die Werbeanzeigen zu tippen.

Quelle: The Register

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