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WhatsApp: Polizei warnt vor besonders perfiden Betrugsversuchen

Immer wieder versuchen Cyberkriminelle, Menschen durch Nachrichten zu Zahlungen zu bewegen. Nun ist eine besonders hinterhältige Vorgehensweise bekannt geworden.

© Sara Michilin - stock.adobe.com

Mehr Privatsphäre bei WhatsApp // IMTEST

Beim Messenger gibt es wieder neue Features. Es geht um Gruppenanrufe und die “Zuletzt online”-Anzeige.

Auch auf WhatsApp sind Nutzer*innen vor Betrugsversuchen nicht sicher. Allerdings sind die Cyberkriminellen gezwungen, ihre Vorgehensweise immer wieder zu ändern. Einige scheinen sich nun als Beamte auszugeben.

WhatsApp: So gehen die Betrüger vor

Schon seit einiger Zeit gibt es nicht nur Versuche via E-Mail oder SMS, Verbraucher*innen ihre Daten und ihr Geld abzuknüpfen, sondern auch über modernere Messenger. Auch WhatsApp ist davor nicht geschütz. So versuchten Kriminelle in der Vergangenheit, sich im Chat (besonders mit älteren Menschen) als Kinder oder Enkel auszugeben, um ihnen mit diesem WhatsApp-Betrug Zahlungen zu entlocken.

Nun warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen vor einer neuen Vorgehensweise der Täter*innen. Offenbar geben sich diese im Chat mit Verbraucher*innen als Behördenmitglieder aus, die dann versuchen, die Nutzer*innen Daten über ihr Konto freigeben oder direkt Überweisungen tätigen zu lassen.

Lesetipp: Das bedeutet es, wenn du den Code „1437“ verschickst

Manche sind vor dem Betrug geschützt

Dabei gibt es allerdings eine Einschränkung. Die Kriminellen versuchen diese Masche nur bei Menschen, die bereits einmal von einem ähnlichen Betrug auf WhatsApp betroffen waren. In ihren Nachrichten wird dann Bezug genommen auf die vergangenen Betrugsfälle, da es oft dieselben Täter*innen sind, die nun versuchen, an noch mehr Geld zu kommen. Gerade, wenn die Cyberkriminellen bei der ersten Tat sogar verurteilt wurden und das Geld zurückgeben mussten, versuchen sie anscheinend, auf diesem Wege doch noch den Diebstahl durchzuführen.

Mitunter verwenden die Betrüger*innen laut dem LKA Niedersachsen einige Mühe darauf, ihre WhatsApp-Nachrichten glaubhaft wirken zu lassen. Dabei würden manchmal sogar gefälschte Webseiten erstellt, auf die die Verbraucher*innen dann weitergeleitet werden würden. Diese gäben sich dann den Anstrich der offiziellen Seite eines Amtes.

Das Landeskriminalamt erklärt, dass Verbraucher*innen auf keinen Fall auf solche Nachrichten auch nur antworten sollen. Die Polizei verschicke niemals irgendwelche Aufforderungen via WhatsApp an ehemalige Opfer von Straftaten. Die gute Nachricht: Wer noch nie Opfer eines solchen Betrugsfalls wurde, ist von der neuen Masche nicht betroffen.

Quellen: LKA Niedersachsen

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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