Eigentlich ist das Teilen deines Netflix-Accounts nicht erwünscht, dennoch tun das sehr viele. Wir verraten dir, warum ein Vorgehen von Netflix sich allgemein als schwierig herausstellt und was du beachten solltest.

So kannst du deinen Netflix-Account teilen

Je nachdem welches Abo-Modell du hast, ist es möglich, deinen Netflix-Account zu teilen. Rein theoretisch kannst du das mit jeder Abo-Variante machen. Hast du allerdings das Basis-Abo für 7,99 Euro, können zwei Personen nicht gleichzeitig streamen.

Bei dem Standard-Abo für 12,99 Euro ist das möglich, doch das Premium-Abo für 17,99 Euro eignet sich für das Teilen am besten. Hier kannst du gleich auf vier Geräten gleichzeitig streamen.

Schickst du einer anderen Person dein Passwort und diese loggt sich in den Account ein, erhältst du eine E-Mail. In dieser wird dir mitgeteilt, dass dein Account auf einem neuen Gerät verwendet wird und wo sich dieses Gerät befindet (Beispiel: Berlin, Deutschland).

Wir raten allerdings davon ab, dein Passwort zu verraten. Indem du dich selbst auf dem jeweiligen Gerät der Person einloggst, stellst du sicher, dass diese den Zugang nicht weitergibt.

Warnung und Vorschlag von Netflix

Ein verzweifelter Versuch, das übermäßige Teilen zu unterbinden, ist eine Art Warnhinweis. Gibst du deine Netflix-Daten weiter und die Person loggt sich ein, könnte eine Meldung erscheinen. Dort wird vorgeschlagen, einen eigenen Netflix-Account anzulegen oder den Streaming-Dienst 30 Tage kostenlos zu testen.

Außerdem wird dort mitgeteilt, dass du einen eigenen Account benötigst, sofern du nicht mit dem Inhaber bzw. der Inhaberin des Kontos zusammenwohnst.

Willst du nun streamen, musst du dich per SMS-Code oder E-Mail verifizieren. Das kann allerdings auch verschoben werden, sodass du bei jedem Log-In erneut gefragt wirst. Wirst du deinen Netflix-Account also in Zukunft mit anderen teilen, kann es vorkommen, dass du hin und wieder eine E-Mail für sie bestätigen musst.

Warum Maßnahmen gegen das Teilen kompliziert wären

Soweit wir wissen, gibt es kein Limit an Geräten, auf denen du dich einloggen kannst. Wechselst du beispielsweise dein Smartphone, besitzt mehrere Fernseher, Konsolen, Laptops oder Tablets, solltest du deinen Account immerhin auf all diesen Geräten nutzen können. Will Netflix also beweisen, dass sich einige dieser Geräte nicht in deinem Haushalt befinden bzw. daraus stammen, wäre das ein gigantischer Aufwand.

Die eigentliche Beschränkung, die das übermäßige Teilen des Netflix-Accounts verhindern soll, ist also das Abo-Modell. Nehmen wir an, dass du das Premium-Abo besitzt und selbst zu jeder Zeit sicher streamen willst, kannst du deinen Account lediglich mit drei Personen teilen.

Netflix-Account teilen bleibt erstmal möglich

Netflix war immer so erfolgreich als Streaming-Dienst, dass sich das Unternehmen nie großartig drum kümmerte, dass manche ihr Passwort und damit den Netflix-Account mit anderen teilen. Vor einigen Wochen kam dann die Nachricht, dass Netflix eine Funktion ausprobiere, um in der Perspektivierung des Unternehmens all jene zu schützen, die ihre Netflix-Accounts vor dem Zugriff Fremder bewahren wollen.

Laut neuerer Studien sollen einer von vier Netflix-Abonnenten seinen Netflix-Account mit einem anderen Haushalt teilen. Das würde aber eigentlich gegen die Nutzungsrichtlinien des Streaming-Giganten verstoßen. Höchstwahrscheinlich war das auch ein Grund, die Abo-Preise zu erhöhen. Das Premium-Abo kostete immerhin einmal nur 11,99 Euro. Konkret gegen das Teilen des Netflix-Passwortes ist das Unternehmen bislang nicht vorgegangen.

So gut geht es Netflix wirklich

Am Dienstag, den 20. April 2021, stellte Netflix-Chef Reed Hastings die Zahlen für das erste Quartal 2021 vor. Statt der versprochenen sechs Millionen neuer Abonnenten, die prognostiziert waren, konnte der Service nur vier Millionen für sich gewonnen.

Ob in puncto Teilen also noch eine Veränderung auf uns zukommst, bleibt abzuwarten.

Quellen: teltarif, Golem

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