Ein Schwarzes Loch scheint auf den ersten Blick für uns ungefährlich zu sein, zumindest angesichts der Distanz, in der wir uns dazu befinden. Dennoch macht die Vorstellung davon, in einem solchen zu landen, einem ungewollt Angst. Auf welche Art und Weise es dir dann übel ergehen könnte, erklären wir dir im Folgenden.

Was passiert, wenn du dich einem Schwarzen Loch näherst?

Glücklicherweise bist du mit der Frage danach, was eigentlich passieren kann, wenn du dich einem Schwarzen Loch auch nur nähern solltest, nicht alleine. Verschiedene Astrophysiker:innen haben in der Vergangenheit versucht, sich der Frage mit einem wissenschaftlichen Ansatz zu stellen. Um ein besseres Verständnis über die Funktionsweise von Schwarzen Löchern zu erlangen, hilft dir ein kurzes und bündig gehaltenes Video des YouTube-Kanals Dinge erklärt – Kurzgesagt:

Doch es gibt auch weitere, denkbar grauenvolle, aber dennoch spannende Szenarien, was mit dir und deinem Körper passiert, solltest du jemals auf ein Schwarzes Loch stoßen. Eine Reihe von ihnen haben wir folglich für dich zusammengefasst:

#1: Die extreme Schwerkraft dehnt deinen Körper

Wie entstehen schwarze Löcher überhaupt? Beispielsweise, wenn ein Stern kollabiert: Dabei wird seine komplette Masse zu einem extrem kleinen Punkt mit unendlich großer Dichte zusammengedrückt. Solche Orte sind als Singularität bekannt. Die Gravitation ist dort so stark, dass die Krümmung der Raumzeit gegen Unendlich geht.

Dabei entsteht ein sogenannter Ereignishorizont, ein Punkt ohne Wiederkehr. Um diesem zu entfliehen, müsstest du dich schneller als Lichtgeschwindigkeit bewegen können. Und dass du das kannst, ist ziemlich unwahrscheinlich. Von der intensiven Schwerkraft wirst du gedehnt, bis du nur noch eine nudelähnliche Form besitzt.

#2: Du verbrennst an der Akkretionsscheibe des schwarzen Lochs

Ein Schwarzes Loch zu entdecken, gestaltet sich grundlegend erst einmal als verhältnismäßig schwierig. Der Grund ist logisch: Da sie kein Licht entweichen lassen, sind alleinstehende Schwarze Löcher praktisch unsichtbar. Bisher wurden sie vor allem durch eine glühende, rotierende Masse erkannt, die als Akkretionsscheibe bekannt ist.

Die Akkretionsscheibe eines schwarzen Loches ist nicht ohne – komm ihr besser nicht zu nahe.
Die Akkretionsscheibe eines schwarzen Loches ist nicht ohne – komm ihr besser nicht zu nahe.
Foto: imago/Science Photo Library

Astronomen können schwarze Löcher ausfindig machen, wenn sie sehen, wie sich ein Schwarzes Loch und ein Stern gegenseitig umkreisen. Dabei zieht das Schwarze Loch dem Stern nämlich Material ab und erzeugt daraus eine Scheibe, die in selbiges hinein fällt. Das hereinfallende Material erwärmt sich und strahlt extrem starke Röntgenphotonen aus, die dich auf der Stelle töten würden.

#3: Du gerätst unter den Beschuss von Plasmastrahlen

Stößt du auf ein supermassives Schwarzes Loch im Zentrum einer Galaxie, bist du einer weiteren Gefahr ausgesetzt: dem gigantischen Plasmastrahl an beiden Seiten. Denn die Akkretionsscheibe erzeugt nicht nur Röntgenstrahlung.

Durch die starke Reibung erwärmt sich die aufgenommene Materie zusätzlich zu einem magnetisierten Plasma. Dessen Magnetfeld erzeugt in Verbindung mit der dort herrschenden Schwerkraft eine blendende Plasmasäule, die aus jedem Ende des Schwarzen Lochs herausbricht.

#4: Die Firewall lässt dich in Flammen aufgehen

Am Ereignishorizont eines Schwarzen Loches entsteht eine sogenannte Firewall. Aus dem Nichts entstandene Teilchen sind angeblich miteinander verschränkt. Wird ein Teil einer solchen Verschränkung vom Schwarzen Loch aufgesogen, wird diese Verschränkung zerstört.

Das führt am Ereignishorizont zu massiven Energiemengen, die alles verbrennen, was ihnen in die Quere kommt. Zwar ist die Firewall-Hypothese nur eine Theorie, aber nach ihr würde dich die Feuerwand eines Schwarzen Loches sofort in Flammen setzen.

Wenn bis dahin also weder Plasmastrahlen, die Akkretionsscheibe oder die extreme Dehnung deiner Gliedmaßen dir etwas anhaben konnten, steht am Ende zumindest theoretisch noch die Firewall, die es zu überwinden gälte.

Weitere spannende Fragen rund um das Thema

Was mit dir geschieht, wenn du dich einem Schwarzen Loch unbedarft näherst, haben wir nun geklärt. Doch es gibt noch weitere spannende Fragen rund um das Thema, die es sich zu beantworten lohnt. Gleich acht Gründe beweisen die Existenz von Schwarzen Löchern. Doch wie viele von ihnen gibt es überhaupt im Weltall? Auch diese Frage beantworten wir dir.

Quellen: eigene Recherche

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