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Ehemaliger NASA-Astronaut bezweifelt Mondlandung

Mondlandung: Mindestens ein NASA-Mitarbeiter findet sie problematisch.
Mondlandung: Mindestens ein NASA-Mitarbeiter findet sie problematisch.
Foto: iStock/Sergydv
Ein hochrangiger NASA-Funktionär hat öffentlich seine Zweifel an der Mond-Mission der Raumfahrtbehörde zum Ausdruck gebracht.

Kenneth Bowersox, ein hochrangiger Leiter der NASA und selbst ehemaliger Astronaut, hegt Zweifel an der Mondlandung 2024. Gegenüber einem Unterausschuss des Kongresses erklärte er, er würde darauf "nicht einmal das Geburtstagsgeschenk seines ältesten Kindes verwetten".

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NASAs Mondlandung: Wie wahrscheinlich ist sie?

Was Bowersox genau in Frage stellt, ist die Befähigung der NASA, die nächsten Astronauten auf den Mond zu schicken angesichts der straffen Deadline von nur fünf Jahren. Der frühere Space Shuttle- und Raumstation-Kommandant befürwortet zwar, dass man sich ein so "aggressives Ziel" gesetzt habe, berichtet Phys.org. Bis 2024 müssten jedoch auch viele Dinge zusammenkommen wie entsprechende Geldmittel und technische Herausforderungen, damit die erneute Mondlandung eine Chance haben könne.

Es sei wichtig, erst dann zum Mond aufzubrechen, wenn man dafür bereit sei, um eine erfolgreiche Mond-Mission zu starten. "Ich werde nicht hier sitzen und ihnen unbegründet erzählen, dass wir es schaffen werden", so der ehemalige NASA-Astronaut gegenüber dem Kongress.

Donald Trump setzt NASAs Mondlandung die Pistole auf die Brust

Grund für den Zeitdruck ist eine Anordnung von US-Präsident Donald Trump. Dieser drängte die NASA, ihre Mond-Pläne um vier Jahre zu beschleunigen und schon 2024 eine erneute bemannte Mondlandung anzuvisieren.

Während der NASA dafür gegenwärtig noch essentielle Dinge wie Mondlandefahrzeuge, Mond-Rover und Raumanzüge fehlen, geht es manchem Kongressmitglied deutlich zu langsam voran mit der nächsten Mondlandung. Der Republikaner Michael Waltz zum Beispiel wollte wissen, warum es so lange dauert und die NASA so viel Geld kostet, "um dorthin zu gelangen, wo wir waren" zur Zeit der Apollo-Missionen. Die letzte Mondlandung des Programms fand 1972 statt.

NASA und SpaceX konkurrieren

Auf die Frage, ob Befürchtungen bestehen, die NASA würde bei der Mondlandung von Privatunternehmen wie Elon Musks Firma SpaceX überholt werden, sagte Bowersox: "Ich würde weiterhin auf uns wetten, aber sie könnten ein Teil unseres Programms sein."

Tatsächlich plant Elon Musk, schon vor der NASA Erfolg zu haben, allerdings will er mit SpaceX zuerst auf dem Mars landen. Musk erklärte zudem auch gleich noch, wie teuer es ist, auf dem Roten Planeten zu leben.

Übrigens: Dafür, dass die erste Mondlandung 1969 stattgefunden hat, gibt es harte Fakten.

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