China hat als erste Nation der Welt die Mond-Rückseite betreten und erforscht diese mit dem Rover Yutu-2, das vom Raumschiff Chang’e-4 vor rund einem Jahr zum Erdtrabanten transportiert wurde. Jetzt scheint die Mondmission dort etwas gefunden zu haben,das zuvor so nie beobachtet werden konnte.

Mond-Rückseite: Das hat Chang’e-4 entdeckt

Was sich bisher nur aus dem Orbit begutachten ließ, konnte China mit seiner Chang’e-4-Mondmission zum ersten Mal direkt vor Ort erkunden. Denn bislang waren nur Vermutungen über die Oberfläche der Mond-Rückseite angestellt worden.

Jetzt aber steht fest: Die Mond-Rückseite wird bedeckt von einer Schicht aus Steinen und Staub, die vor Milliarden von Jahren durch die kontinuierlichen Einschläge von Meteoriten entstanden ist. Einige der losen Teile sind laut der aktuellen Studie, die in „Science Advances“ veröffentlicht wurde, bis zu 12 Meter dick.

Damit hat niemand gerechnet

Das Überraschende: Damit ist die oberste Schicht der Oberfläche der Mond-Rückseite um einiges dicker, als es vor der Mondmission mit Chang’e-4 und Yutu-2 erwartet wurde. Astronomen basierten ihre Annahmen dazu bisher auf Beobachtungen der Apollo-Mondlandungen und ginge nur von einem Viertel des Bodens aus, berichtet die New York Times.

„Das ist jede Menge Regolith (Anm. d. Red.: Decke aus lockerem Material auf Gesteinsplaneten)“, das ist Gedankenfutter“, so der leitende Wissenschaftler am Lunar and Planetary Institute (LPI) in Houston, David A. Kring. Mithilfe der gegenwärtig genutzten Radartechnologie, die bisher hauptsächlich auf der Erde, aber kaum auf anderen Planeten zum Einsatz kam, möchte der Forscher zudem Eisvorkommen unter der Oberfläche in den Polarregionen des Mondes untersuchen. Dadurch erhoffen sich Wissenschaftler, die geologische Geschichte des Mondes und der Mond-Rückseite während der Mondmission noch weiter beleuchten zu können.

Rund um den Mond gibt es regelmäßig spannende Neuigkeiten. Erst kürzlich wurde in der Nähe der Erde ein zweiter Mond entdeckt. Und auch auf der Mond-Rückseite wurde nicht die erste mysteriöse Entdeckung gemacht.

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