Während die Suche nach einem effektiven und sicheren Impfstoff gegen Covid-19 voranschreitet, dürfte es noch mindestens ein Jahr dauern, bis es tatsächlich für die Masse zugänglich gemacht werden kann. Bis dahin ruht die Hoffnung auf hemmenden Coronavirus-Medikamenten. Doch welche Arzneistoffe helfen tatsächlich gegen das gefährliche Virus? Wir verraten es dir.

Coronavirus-Medikament: Diese Mittel sollen helfen

Leider befinden sich derzeit auch konkrete Coronavirus-Medikamente nur in der Entwicklung. Allerdings werden schon jetzt diverse Arzneimittel auf ihre Eignung gegen Covid-19 getestet. Sie entspringen drei Gruppen, die bislang vorrangig gegen Krankheiten wie HIV, Ebola, rheumatoide Athritis oder idiopathische Lungenfibrose Anwendung fanden:

  • Antivirale Medikamente
  • Immunmodulatoren
  • Medikamente für Lungenkranke

Die Europäische Arzneimittelzulassungsbehörde (EMA) appelliert diesbezüglich an Forschungseinrichtungen und Privatwirtschaft. Es sei wichtig, möglichst multinationale, mehrarmige, kontrollierte und randomisierte Patienten-Studien auf die Beine zu stellen. Auf diese Weise sollen klare Ergebnisse zutage gefördert und internationale Zulassungen bewirkt werden. Im Rahmen der SOLIDARITY-Studie forscht auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an einem Coronavirus-Medikament.

„Es wird wichtig sein, schnell Antworten zu bekommen, zu versuchen, herauszufinden, was funktioniert und was nicht funktioniert. Wir denken, dass randomisierte Beweise der beste Weg sind, dies zu tun“, erklärt Ana Maria Henao Restrepo, Medizinische Referentin der Abteilung für Impfstoffe und Biologicals, WHO.

Covid-19: Behandlung ohne Coronavirus-Medikament

Während Wissenschaftler der WHO und der Universität Oxford mitunter die Covid-19-Wirksamkeit von Mitteln wie Ritonavir, Beta-Interferon, Dexamethason und Chloroquin prüfen, wird auch die Behandlung ohne konkrete Coronavirus-Medikamente empfohlen. Dabei wird zu Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, gegebenenfalls Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ- oder Begleitinfektionen und der Behandlung relevanter Grunderkrankungen geraten.

Wichtig für die Art der Behandlung ist übrigens auch die Frage, ob es sich tatsächlich um das Coronavirus oder doch eine gewöhliche Grippe handelt. Mittlerweile könnten untypische Anzeichen einen Hinweis darauf geben.

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