Nachdem das Coronavirus Menschen auf der ganzen Welt infiziert, ist es nicht wunderlich, dass viele sich die Frage stellen „Wie entsteht ein Virus?„. Auf diese Frage und weitere wollen wir dir eine Antwort geben. Denn der Mensch ist derjenige, der unter der Entstehung eines neuen Virus leidet. Und ungefährlich sind Viren nicht.

Eine einfache Frage erfordert eine Antwort: Wie entsteht ein Virus?

In einem Interview mit Science.lu spricht Virologin Chantal Snoeck über die Gefahren von Zoonosen. Dabei handelt es sich um Krankheiten, die sich von Tier auf den Menschen übertragen, wie man es auch beim Coronavirus vermutet. Sie versucht auch die Frage „Wie entsteht ein Virus?“ zu klären. Etwa 60 Prozent der menschlichen Infektionskrankheiten sind tierischen Ursprungs. Oftmals sind die Wirte Säugetiere, doch sie können auch von Vögeln stammen, wie man es vom Fall der Vogelgrippe kennt.

Wie entsteht ein Virus also? Um sich das vor Augen zu halten, sollte man sich die Pyramide der Krankheitserreger anschauen. Dies geschieht in vier Stufen.

  • Stufe 1: Wie stark ist die menschliche Bevölkerung dem Virus ausgesetzt? Dafür wird der direkte Kontakt zu Tieren oder deren Ausscheidungen betrachtet. Kot, Blut oder Speichel können dabei auch über Wasser oder Nahrung den Kontakt zum Menschen finden.
  • Stufe 2: Die Fähigkeit eines Virus, eine menschliche Zelle zu infizieren.
  • Stufe 3: Nicht jeder Erreger schadet dem Menschen und manche Viren können das nur begrenzt.
  • Stufe 4: Die Übertragung des Virus von einer Person zur anderen.

Bei der Stufe 4 spielt das Immunsystem eines Menschen eine wichtige Rolle. Ist dieses geschwächt, kann sich ein Erreger auch leichter ausbreiten.

Von der Entstehung zur Ausbreitung

Eine Mutation des Virus erhält den Erreger länger am Leben. Eine Vielfalt der Viruspopulation entsteht schon durch die Teilung der Virenzellen, der sogenannten Replikation. Wie genau es zur Vermehrung von Viren kommt, kannst du hier nachlesen. Nachdem wir aber die Frage „Wie entsteht ein Virus“ beantwortet haben, solltest du noch wissen, was die Infektionskrankheit so gefährlich für uns Menschen macht.

Bei der Gefahr von Viren orientiert sich die Virologin an zwei Faktoren:

  1. Wie leicht sich ein Virus von Mensch zu Mensch übertragen lässt.
  2. Die Schwere der Symptome, die ein Virus bei Erkrankten auslöst.

Letzteres wird vor allem an der Sterblichkeitsrate eines Virus festgemacht. Trotzdem gilt zu beachten, dass ein Erreger, der sich nicht leicht verbreitet, dennoch eine hohe Sterblichkeitsrate fordert, genauso gefährlich sein kann, wie ein Virus, dass sich schnell verbreitet und eine niedrige Sterblichkeitsrate nach sich zieht.

Coronavirus – Alle wichtigen Infos
Coronavirus – Alle wichtigen Infos

Fazit: Nicht jeder Virus ist für uns Menschen gefährlich

Es gehört einiges dazu, dass ein Virus auch für uns Menschen zur Gefahr wird. Die „Wie entsteht ein Virus?“-Frage sollte damit für dich beantwortet sein. Doch vielleicht fragst du dich noch, was genau hinter dem abstrakten Begriff Virus steckt. Wir räumen mit den sieben absurden Grippe-Mythen auf.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.