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Funkelnder Nachthimmel: Was sind Sterne und woraus bestehen sie?

Was sind Sterne? Wir verraten dir Näheres zu den leuchtenden Himmelsphänomenen.
Was sind Sterne? Wir verraten dir Näheres zu den leuchtenden Himmelsphänomenen.
Foto: iStock/ jxfzsy
Für viele sind sie ein schönes Accessoire am Nachthimmel, die für romantische Atmosphäre sorgen. Doch was sind Sterne eigentlich? Nun, eigentlich nur heiße Luft.

Ein dichter Sternenhimmel in einer wolkenfreien Nacht gehört zu den schönsten Naturphänomenen. Einige funkeln stärker andere sanfter, doch wieso funkeln Sterne überhaupt? Was sind Sterne eigentlich? Wir klären dich auf, damit du bei deiner nächsten romantischen Sternbeobachtung mit deinem astronomischen Wissen punkten kannst.

Faszination Universum und die Geheimnisse, die es für uns bereit hält
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Was sind Sterne? Die Zusammensetzung der Hitzebälle

Die einfachste Antwort auf "Was sind Sterne?" ist, dass es sich bei den Himmelskörpern um Kugeln aus heißem Gas handelt. Sie sind also nicht steinig oder fest wie einige Planeten, sondern bestehen hauptsächlich aus Wasserstoffgas, aber auch Plasma und Helium. In der Mitte ist die Kugel aus Gas furchtbar heiß, mehrere Millionen Grad Celsius und glüht deswegen. Das Sternleuchten, das wir auf der Sterne beobachten können, ist extrem stark, obwohl die Sterne viele Billionen Kilometer weit von uns entfernt sind.

Deswegen sehen Sterne auch vergleichsweise klein aus, obwohl sie es gar nicht sind. Sterne sind riesig: mindestens zehnmal so groß wie unsere Erde. Außerdem gibt es sogenannte Riesensterne, die dann etwa 100.000 Mal so groß sind wie unser Heimatplanet. Der erdnäheste Stern ist übrigens die Sonne. Und die Sonne hat, wie du wahrscheinlich weißt, ein ganzes Planetensystem um sich herum. Sie ist nicht der einzige Stern, dem es so geht. Unsere Galaxie, die Milchstraße, beherbergt mehrere Hundertmilliarden Sterne und viele davon könnten ein potentielles Sonnensystem aufweisen. Jetzt scheint die Frage "Was sind Sterne?" ein ganz schön großes Fass aufgemacht zu haben.

Wie entstehen Sterne?

Sterne können mehrere Milliarden Jahre alt werden. Forscher sind stets auf der Suche nach jungen Sternen, um herauszufinden, wie sie entstehen. Sterngeburten sind häufig auf dichte, neblige Gegenden in Galaxien zurückzuführen. In galaktischen Nebeln gibt es dichte Wolken aus Staub und Wasserstoff. Die Schwerkraft der Gasteilchen in der Wolke sorgt schließlich dafür, dass aus Teilen des Nebels Sterne entstehen, da sie bewirkt, dass die Teilchen sich gegenseitig anziehen.

Da die Teilchen zusammengepresst werden, steigt ihre Temperatur an. Nach einiger Zeit ist es im Inneren des Sterns so heiß, dass die Wasserstoffatome beginnen miteinander zu verschmelzen. Bei der Kernfusion werden die Atomteilchen schwerer und es entsteht Helium. Dieses Ereignis führt dazu, dass der neugeborene Stern beginnt zu leuchten.

Diverse Sternkategorien in Gruppen unterteilt

Nun kann man auf die Frage "Was sind Sterne?" nicht für jeden Himmelskörper die gleiche Antwort treffen. Woraus Sterne bestehen, ist ziemlich eindeutig, doch sie leuchten tatsächlich in verschiedenen Farben und Stärken und werden daher diversen Kategorien zugeordnet. Die meisten Sterne im Universum, etwa drei Viertel, sind rote Zwerge. Sie sind klein und leuchten so schwach, dass sie von der Erde aus gar nicht gesehen werden können. Sie leuchten außerdem rot, weil sie kühler sind. Kühlere Sterne leuchten in warmen Farben wie rot, orange und gelb, während sehr heiße Sterne eher weiß oder blau erscheinen.

Sterne werden nach Spektralklassen unterteilt. Diesen unterteilen sich verschiedene Sterntypen. Von Unterzwergen bis Hyperriesen gibt es verschiedene Abstufungen. Unsere Sonne ist beispielsweise ein gelber Zwergstern, der zu den Hauptreihesternen gehört.

Das Ende eines Sterns

Die Frage "Was sind Sterne?" kann also einfach oder kompliziert geklärt werden. Du solltest allerdings noch wissen, dass Sterne nicht ewig existieren. Irgendwann verbraucht die Gaskugel all ihre Brennstoffvorräte. Auch das Ende eines Sterns ist durch seine Masse bestimmt. Handelt es sich um einen besonders massereichen Stern, dann explodiert dieser irgendwann und wird zur Supernova. Manchmal kollabiert diese Explosion sogar und wird zu einem Schwarzen Loch. Eine Supernova ist allerdings mehr als ein sterbender Stern im All. Es ist dennoch faszinierend, wie sich ein Himmelskörper so stark verändern kann. Auch Schwarze Löcher bergen viele Geheimnisse. Das Geheimnis um die Entstehung des ersten Schwarzen Lochs, ist jedoch geklärt.

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