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Coronavirus: Forscher melden neue Todesursache

Selbst junge Menschen sind vor Coronavirus-Folgen mit tödlichem Ausgang nicht geschützt.
Selbst junge Menschen sind vor Coronavirus-Folgen mit tödlichem Ausgang nicht geschützt.
Foto: imago images / photothek
Das Coronavirus kann tödlich enden, selbst wenn Patienten jung und eigentlich gesund sind. Forscher haben nun einen Grund dafür gefunden.

Forscher haben laut einigen Studien herausgefunden, warum das Coronavirus Folgen hat, selbst wenn Patienten jung sind und mit keinen Vorerkrankungen zu kämpfen haben. Der Fokus liegt hierbei auf einem Phänomen, dass bei manchen Patienten auftritt und dazu führen kann, dass eine Infektion mit dem Coronavirus tödlich endet.

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Coronavirus-Folgen: Diese Erkenntnis könnte die Behandlung beeinflussen

Dass das Coronavirus tödlich verlaufen kann, ist vor allem für Patienten bekannt, die älter oder bereits gesundheitlich beeinträchtigt sind. Dennoch bleiben auch eigentlich gesunde, jüngere Menschen nicht davon verschont, schlimme bis fatale Coronavirus-Folgen zu erleiden. Aktuellen Untersuchungen zufolge kann dies an einem Protein liegen, das durch Covid-19 blockiert wird.

Das Eiweiß Interferon, ein Glykoprotein, ist mitverantwortlich für die Immunreaktion im menschlichen Körper. Wird es vom Coronavirus ausgebremst, verzögert dies das Einsetzen der körpereigenen Abwehrmechanismen gegen die Infektion. Herrscht bei einer Person bereits vor der Erkrankung ein Interferon-Ungleichgewicht, soll dies demnach zu schlimmeren Coronavirus-Folgen führen beziehungsweise Komplikationen hervorrufen, in deren Verlauf das Coronavirus tödlich wirkt.

Studien deuten auf genetische Ursache für Coronavirus und tödliche Folgen hin

Wie BGR berichtet, haben frühere Studien gezeigt, dass der Covid-19-Erreger die Produktion von Interferon lokal behindert, wenn er die ersten Zellen infiziert. Den neuesten Analysen zufolge gibt es jedoch einen weiteren Einflussfaktor, der das Protein hemmt und schon bei Ankunft des Coronavirus tödliche Folgen in die Wege leiten kann.

Niederländische Wissenschaftler haben eine Studie veröffentlicht, die zwar nicht repräsentativ ist, aber interessante genetische Beobachtungen beinhaltet. Untersucht wurden lediglich zwei Brüderpaare, die mit fatalen Covid-19-Komplikationen zu kämpfen hatten. Bei drei der vier Männer, die zwischen 21 und 31 Jahren alt waren und keine chronischen Vorerkrankungen hatten, hatte das Coronavirus tödliche Folgen und sie verstarben an Atemstillstand.

Genetische Mutation nur teilweise Erklärung

Untersuchungen ihrer Genome zeigten, dass Mutationen an den X-Chromosomen vorlagen, die ein Ungleichgewicht an Interferon bewirkten. Dadurch wären die Männer noch anfälliger für tödliche Coronavirus-Folgen gewesen, weil der Erreger so bereits auf eine verringerte Produktion des Proteins stößt und diese noch zusätzlich hemmt.

Wie Bloomberg berichtet betrifft eine solche Mutation allein in den Niederlanden nur eine von 10.000 Personen und kann demnach keine Erklärung für alle Fälle sein, in denen junge und gesunde Menschen an Coronavirus-Folgen sterben. Zudem sind Männer davon stärker bedroht als Frauen. Dennoch könnte eine solche Erkenntnis zumindest die Behandlung der Krankheit verändern.

Aber auch andere Coronavirus-Folgen sind erschreckend. So kann der Covid-19-Erreger zu psychischen Störungen führen. Und selbst einige wichtige Organe neben der Lunge können von Coronavirus-Folgen betroffen sein.

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