Seit Monaten schon beschäftigt das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 die Menschen aus aller Welt. Doch ist es nicht nur die daraus hervorgehende Atemwegserkrankung Covid-19, die Forscher besorgt, sondern auch die aus ihr resultierenden Konsequenzen. Mit ihnen gehen auch Coronavirus-Folgen einher, die nicht nur der Krankheit selbst entspringen.

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Coronavirus-Folgen: Dein Gehirn wird doppelt belastet

Im Laufe des Jahres 2020 mussten die Menschen bereits einiges mitmachen. Bereits im Frühjahr schien eine Katastrophe der anderen zu folgen und nun haben darüber hinaus viele mit den Coronavirus-Folgen zu kämpfen. Von ihnen sind nicht wenige auf das Virus selbst zurückzuführen, allerdings gibt es eine körperliche Entwicklung, die weniger dem Erreger, als vielmehr den wegen der Pandemie getroffenen Maßnahmen entspringt.

Bereits Ende Oktober veröffentlichten Wissenschaftler eine Studie, die darauf hinweist, dass die Coronavirus-Folgen für das menschliche Gehirn weitaus dramatischer ausfallen könnten, als bis dato angenommen. Allerdings spielt auch die Isolation durch den Lockdown eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entwicklung deines Zerebrums.

„Social Distancing“ ist das Gebot der Stunde. Doch ist diese Maßgabe Segen und Fluch zugleich. Segen, da sie dazu führen kann, dass sich weit weniger Menschen mit dem gefährlichen Coronavirus infizieren, und Fluch, weil die Abschottung unser Verhalten in einigen wichtigen Details verändern kann.

Gehirn im Lockdown: Das passiert mit dir

Nicht nur Tiere weisen in Folge sozialer Abschottung aggressiveres Verhalten auf. Auch bei Astronauten, die längere Zeit allein verbringen mussten, lassen sich vergleichbare Phänomene beobachten – ähnliches gilt für Polarforscher. Tim Heitland vom Alfred Wegener Institut verbrachte 14 Monate in der Antarktis. Nach seiner Rückkehr hatte der Wissenschaftler mit schwerwiegenden Problemen zu kämpfen.

Doch war es nicht nur Heitland, der diesen Problemen ausgesetzt war, sondern auch der Rest seines Teams. Bei jedem von ihnen stellten Wissenschaftler Spectrum zufolge eine Verkleinerung des Hippocampus dar. Dabei handelt es sich um eine Gehirnregion, die sich maßgeblich auf das Sozialverhalten auswirkt. So dient sie nicht nur der räumlichen Orientierung, sondern auch der Verarbeitung von Gefühlen.

Ähnliches lässt sich auch bei Gefangenen beobachten, die lange Zeit in Einzelhaft verbringen mussten. Es scheint daher also durchaus denkbar, dass auch vom Lockdown betroffene Personen früher oder später mit solchen oder vergleichbaren Problemen zu kämpfen haben werden. Damit gesellt sich eine weitere zu den bisher festgestellten psychischen Coronavirus-Folgen hinzu.

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