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Mysteriöse Signale aus dem All: Objekt in der Milchstraße könnte dahinter stecken

Fast Radio Bursts werfen eine ganze Reihe an Fragen auf. Mittlerweile könnten Astronomen ihren Antworten ein wenig näher sein.

Fast Radio Burst
Astronomen scheinen den Fast Radio Bursts in der Milchstraße auf die Schliche zu kommen. Foto: iStock.com/Pitris

Bei Fast Radio Bursts handelt es sich um Radiowellenimpulse, die tausendmal am Tag durch den Weltraum blitzen und gelegentlich auch an der Erde und ihren wachsamen Teleskopen vorbeistreifen. Noch scheinen ihre Ursprünge weitestgehend ungeklärt zu sein, allerdings könnten Wissenschaftler ihnen derzeit etwas näher kommen. Die Vermutung: Sie stammen aus der Milchstraße.

Mysteriöse Signale aus dem All: Objekt in der Milchstraße könnte dahinter stecken

Fast Radio Bursts werfen eine ganze Reihe an Fragen auf. Mittlerweile könnten Astronomen ihren Antworten ein wenig näher sein.

Ursprung in der Milchstraße? Fast Radio Bursts werfen Fragen auf

In einer Reihe von drei Artikeln, die Anfang November in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurden, berichten Forscher aus den Vereinigten Staaten und Kanada über den Nachweis eines FRB (Fast Radio Burst), der nicht in einer weit entfernten Galaxie, sondern 30.000 Lichtjahre entfernt am Nordhimmel der Milchstraße entsteht.

Dabei handelt es sich nicht nur um den ersten FRB, der jemals in unserer eigenen Galaxie entdeckt wurde, sondern auch um den ersten, der von einem bekannten Objekt im Universum stammt – von dem Magnetar SGR 1935+2154. Magnetare sind Neutronensterne, auch Pulsare genannt, mit extrem intensiven Magnetfeldern. Sie entsprechen in ihrer Stärke gut dem tausendfachen normaler Neutronensterne.

„Dies ist der stärkste Radioimpuls, der je in unserer Galaxie entdeckt wurde, was allein schon aufregend ist“, erklärt Daniele Michilli, ein Astrophysiker des FRB-jagenden Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment (CHIME), in einer E-Mail gegenüber Live Science. „Aber jetzt haben wir endlich Beweise für mindestens ein Objekt, das FRBs erzeugen kann. Magnetare waren bereits einer der Hauptkandidaten, es ist also eine schöne Bestätigung unserer Theorien.“

Fast Radio Bursts: Astronomen erringen Durchbruch

Zwei separate Radioteleskope bestätigten den Fast Radio Burst – zum Einen das CHIME, das in den Hügeln von Britisch-Kolumbien stationiert ist, und zum Anderen das Survey for Transient Astronomical Radio Emission 2 (STARE2), eine Folge von drei Teleskopen, die im Südwesten der Vereinigten Staaten stationiert sind. Beide Institutionen verfolgten den FRB in die gleiche Himmelsregion und lokalisierten den reaktivierten Magnetar.

Schon Mitte 2019 wurden Forscher auf die mysteriösen Radiowellen aus dem All aufmerksam. Damals war es ein chinesischen Riesenteleskop, das die rätselhafte Radiowellen auffing. Die Erde wird in regelmäßigem Abstand von diesen rätselhaften Radiosignalen, den Fast Radio Bursts, getroffen. Forscher hatten für ihren Ursprung bisher keine Erklärung. Mit Hilfe der CHIME-Erkenntnisse könnte sich dies schon bald ändern.

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