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Coronavirus-Maßnahmen: Forscher beobachten interessanten Nebeneffekt

Die aktuellen Coronavirus-Maßnahmen bekämpfen einer Studie zufolge auch die diesjährige Grippe-Welle mit großer Effektivität.

Coronavirus-Maßnahmen
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Derzeit ist eine Vielzahl von Coronavirus-Maßnahmen in Kraft, die der Pandemie entgegenwirken sollen. Allerdings dienen diese nicht nur dazu, die weitere Verbreitung des SARS-CoV-2-Erregers zu mindern, sondern scheinen darüber hinaus einen weiteren, nicht unwesentlichen Vorteil mit sich zu bringen. So tragen sie einer Studie zufolge dazu bei, die Infektionsfälle der neuen Grippe-Welle zu halbieren.

Coronavirus: Maßnahmen helfen auch gegen Grippe

Von September bis Mitte November hat sich die Zahl der Menschen, die wegen der Grippe krankheitsbedingt Ausfalltage nehmen, im Vergleich zu den Vorjahren halbiert. Die Abwesenheit wegen akuter Bronchitis ging um mehr als die Hälfte zurück, so eine Studie der AOK Nordost, während die Krankheitstage infolge von Lungenentzündungen und Magen-Darm-Infektionen um ein Drittel sanken.

Die Corona-Schutzmaßnahmen einschließlich Masken, Händewaschen und Abstand halten haben die zweite Covid-19-Welle nicht verhindern können, zitiert The Telegraph aus dem Bericht der Krankenkasse. Die Vorschriften hätten jedoch die Ausbreitung der Grippe und anderer Infektionskrankheiten im Herbst zumindest stark eingedämmt.

Die am Sonntag veröffentlichte Studie berücksichtigte mehr als 63.000 Krankmeldungen im Herbst in den nordöstlichen Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In den drei Bundesländern leben knapp über 7,5 Millionen Menschen.

Corona-Regeln bewahren vor Schlimmerem

Selbst unter den Kontaktbeschränkungen träfen sich in Berlin mehr Menschen als in den größeren Bundesländern – zum Beispiel in der U-Bahn, S-Bahn und in Bussen, heißt es in dem Bericht. Mehr Kontakt bedeute mehr Chancen für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten.

Coronavirus-Maßnahmen sollen dazu dienen, die herrschende Pandemie einzudämmen. Der Klinik-Verband warnt vor laschem Umgang mit der Situation und gibt Aussicht darauf, bis wann die Regelungen noch anhalten könnten. Die Corona-Infektionszahlen sind trotz des zweiten Teillockdowns immer noch hoch. Deswegen hat das RKI jetzt einen Strategiewechsel vorgenommen.

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