Nicht nur ältere oder kranke Menschen können einen schweren Corona-Verlauf haben. Auch jüngere Infizierte können auf der Intensivstation landen. Laut Forschenden könnte das an bestimmten Körpermerkmalen, also Genvarianten liegen. Manche könnten einen schweren Krankheitsverlauf begünstigen.

Schwerer Corona-Verlauf: 5 Gene könnten ihn begünstigen

Während manche Personen eine Coronavirus-Infektion nicht bemerkt und ohne Symptome übersteht, müssen andere im Krankenhaus um ihr Leben kämpfen. Forschende aus aller Welt versuchen zu verstehen, welche Faktoren genau einen schweren Corona-Verlauf begünstigen. Wissenschaftler der Universität Edinburgh identifizierten in einer Studie fünf Genvarianten, welche einen schweren Corona-Verlauf begünstigen könnten.

„Wir haben fünf Gene identifiziert, deren Expression sich signifikant von der der Kontrollen unterschied“, berichten Studienleiter Kenneth Baillie und sein Team laut Focus. „Damit haben wir neue und hochplausible genetische Faktoren für lebensbedrohliche Verläufe von Covid-19 entdeckt.“ Die Gene sind konkret: IFNAR2, OAS1, TYK2, DPP9 und CCR2.

  • IFNAR2 und OAS1 spielen eine Rolle bei der Aktivierung der Immunabwehr. Laut der Forschenden tragen Personen mit einem schweren Corona-Verlauf eine Variante des Gens, der die Wirkung abschwächt.
  • TYK2 könnte erklären, warum auch jüngere Menschen schwer an Corona erkranken. Ist dieses Gen nämlich überaktiv, werden Entzündungsreaktionen gefördert. Außerdem kann Zytokinsturm mit verursacht werden. Dabei handelt es sich um eine Überschwemmung des Körpers mit Substanzen, die das Immunsystem stimulieren. Dagegen gibt es allerdings bereits ein Medikament.

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Bei Nature erfährst du mehr über die Studie der University of Edinburgh, die im Dezember 2020 veröffentlicht wurde. In diesem Organ überlebt das Coronavirus am längsten. Und darum könnten sich diese Symptome bei einem langen Corona-Verlauf namens „long Covid“ lange halten. Über diese Coronavirus-Übertragung sind sich viele nicht bewusst.

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