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Corona-Impfung verändert menschliches Erbgut? Das sagen Experten

Das sagen Experten und Expertinnen zu Bedenken, die Corona-Impfung würde menschliche DNA verändern.
Das sagen Experten und Expertinnen zu Bedenken, die Corona-Impfung würde menschliche DNA verändern.
Foto: [Futurezone.de] via Canva.com
Weil die Corona-Impfung von etwa BioNTech auf Gentechnik basiert, haben offenbar viele Menschen Bedenken, dass die sie menschliches Erbgut verändern könnte. Was Experten dazu sagen.

Seit wenigen Wochen werden die ersten Menschen mit der Corona-Impfung von BioNTech und Pfizer versorgt. Auch der Impfstoff von Moderna ist mittlerweile zugelassen. Doch weil beide Mittel auf mRNA-Technologie basieren, haben offenbar viele Menschen Bedenken, dass menschliches Ergbut verändert werden könnte. Daher müssen wir uns anschauen, wie eine Impfung mit mRNA funktioniert und anhören, was Experten und Expertinnen sagen.

So funktionieren mRNA-Impfstoffe
So funktionieren mRNA-Impfstoffe

Corona-Impfung mit mRNA-Technologie: So funktioniert es

Was ist die mRNA-Technologie, auf der die Corona-Impfung von BioNTech und Pfizer basiert? Die Abkürzung mRNA steht für "Messenger-Ribonukleinsäure", also "Boten-RNA". Sie ist ein eine komplementäre Kopie eines Teilstücks der DNA. – In diesem Fall des Spike-Proteins des Corinavirus. Gelangt sie in den menschlichen Körper, so können die menschlichen Zellen den auf dem mRNA gespeicherten Erbinformationen ein Virus-Protein nachbauen und dem Immunsystem präsentieren. Auf diese Weise wird eine Immunantwort ausgelöst. Daher ist das Risiko geimpfter Menschen sehr gering, an Covid-19 zu erkranken.

Viele Menschen fühlen sich offenbar unwohl bei dem Gedanken, dass die Corona-Impfung von BioNtech/Pfizer ein genetischer Impfstoff ist. Andere wiederrum glauben daran, dass das menschliche Erbgut auf diese Weise verändert werden könnte. Doch sind diese Bedenken gerechtfertigt?

Corona-Impfung: Das sagen Experten zu Bedenken

In der Neuen Osnabrücker Zeitung warnt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständig ist, vor "Angstmache" durch Impfgegner. "Warnungen vor Erbgutschäden sind falsch und verursachen unbegründete Ängste", erklärt er (via n-tv).

Impfstoffforscher am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung Carlos Guzmán verrät gegenüber Zeit, dass in den menschlichen Zellen Umstände herrschten, welche eine Integration in die DNA ausschließen würden. "Die mRNA hat eine andere chemische Struktur und kaum eine Möglichkeit, zur DNA zu gelangen, die ja isoliert im Zellkern liegt." Somit steht also fest, dass mRNA nicht mit dem menschlichen Ergbut in Kontakt kommt. Auch das PEI stellt klar, dass "keine Gefahr einer Integration von mRNA in das humane Genom" besteht. Zudem gebe es "keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommenen mRNA in DNA umgeschrieben wird".

Sandra Ciesek, Virologin am Universitätsklinikum Frankfurt erklärt im NDR-Podcast Coronavirus-Update vom 12. Januar 2021 außerdem: "Die Erbinformation von Menschen besteht aus DNA und die Erbinformation des Virus und auch der Impfstoff ist eine RNA. Deshalb ist das nicht kompatibel, sage ich jetzt mal so laienhaft, und extremst unwahrscheinlich und passiert einfach nicht. Das wäre sicherlich aufgefallen, wenn das der Fall wäre. Aber es macht biologisch einfach keinen Sinn."

Weitere Informationen zur Corona-Impfung

Wie alle Impfstoffe kann auch die Corona-Impfung milde bis moderate Nebenwirkungen haben. Eine neue Studie möchte sich jetzt mit möglichen allergischen Risiken, die mit den neuen Corona-Impfstoffen zusammenhängen, auseinandersetzten. Das berichtet eine Testerin der Corona-Impfung von BioNTech. Und hier kannst du nachlesen, worin sich die Mittel von BioNTech und Moderna unterscheiden.

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