Über 19 Sonneneruptionen wurden erst vor wenigen Tagen auf unserem Stern gemessen. Insgesamt fünf der eigentlich typischen Explosionen galten dabei als mittelgroß. Eine konnte dagegen der höchsten Klasse X zugeordnet werden. Was das bedeuten kann, zeigte sich in den Effekten, die das Ereignis auf einige Länder hatte. Es war nämlich stark genug, um einen längeren Blackout der Funkverkehrs zu verursachen.

Wie massiv war die jüngste Sonneneruption?

Expert*innen von Spaceweather ordneten die Stärke des Phänomens, das vom Sonnenfleck AR2992 ausging, zwischen X1 und X2.25 ein. Da sich der besagte Fleck allerdings weit entfernt und nicht sichtbar auf dem hinteren Teil der Sonne befindet, geht man insgesamt von einer größeren Rate als X2.2 aus.

Dabei ist die Klasse X laut NASA nach A, B, C und M die stärkste der Klassifizierungen für derartige Ereignisse, die sich noch einmal in Unterstufen beginnend bei X1 einteilt. Die bislang stärkste Sonneneruption wurde am 4. November 2003 beobachtet. Sie startete demnach bei X17, wurde später aber auf X45 geschätzt.

Auf Twitter veröffentlichte SpaceWeather den Link zu einer Live-Karte, die den durch die Explosion verursachten Ausfall des Funkverkehrs in Südostasien zeigte. Ursache dafür war die Röntgenstrahlung, die der Sonneneruption folgte:

„Starker R3 Radio-Blackout im Gange (≥X1 – gegenwärtig: X2.25)“

Twitter/@_SpaceWeather_

Radiokontakt über Frequenzen unter 30 Megahertz sollen dadurch für rund eine Stunde gestört worden sein, heißt es bei SpaceWeather weiter.

In der Regel führen die durch Sonneneruptionen ausgelösten geomagnetischen Stürme aber zu weniger spürbaren Effekten. Oft genug sind vermehrte Nordlichter die Folge. In Einzelfällen kann ein magnetischer Sonnensturm aber auch Satelliten zerstören.

Quellen: SpaceWeather, NASA

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