Auch im Weltall kann es zu Unfällen kommen. In dem Fall sind es (noch!) keine Autos oder Radfahrer*innen, aber ein Satellit in der Erdumlaufbahn brachte die ISS-Crew jüngst ins Schwitzen.

Russische Satellitenteile schon zum zweiten Mal Problem für die ISS

Im November 2021 hat Russland seinen eigenen Satelliten gesprengt. Damit sollte das Satellitenabwehrsystem getestet werden. Zum Ärgernis für die Astronaut*innen der ISS, denn die insgesamt 1500 größeren Trümmerteile hätten schon damals fast für einen Crash gesorgt, wie t3n berichtet.

Am Freitagabend wurde es dann ein zweites Mal brenzlig für die Crews auf der ISS. Ein Tweet von Space-Reporter William Harwood um viertel vor 10 am Abend berichtet von einem notwendigen Ausweichmanöver.

Damit es bei einem Beinahe-Crash bleibt, musste die ISS ihre Flughöhe um fast zwei Kilometer anheben. Nun befindet sie sich fast 414 Kilometer über dem Meeresspiegel. Allzu viele Ausweichmanöver in die Höhe sollte es auch besser nicht geben, da die maximale Flughöhe jetzt nur noch knapp 24 Kilometer entfernt ist.

Verspäteter Rückflug für AX-1 Crew

Auch für die erste private Crew, über dessen Eintreffen auf der ISS wir bereits berichteten, war dies sicher ein ungewollt aufregender Moment. Obwohl diese schon vor über einer Woche auf die Erde zurückkehren sollten, war sie nach wie vor an Board als Alarm geschlagen wurde.

Doch die Crew befindet sich aktuell auf dem sicherem Heimweg. Noch vor dem Morgengrauen hieß es gegen halb vier nachts seitens Harwood:

„AX-1 […]: Die Crew Dragon verlässt jetzt die internationale Raumstation; die Besatzung wurde zum Ablegen ihrer Anzüge freigegeben. […]“

Twitter / @cbs_spacenews

Später am Abend gegen 19:00 Uhr (deutsche Zeit) kommen sie auf der Erde an. Schon am Mittwoch erreicht dann die nächste Crew die ISS, hoffentlich ohne weitere Trümmerteil-Zwischenfälle.

Quellen: t3n, Twitter

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