Seit dem 25. Dezember 2003 bewegt sich die Sonde „Mars Express“ (abgekürzt MEX) der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) im Orbit des roten Planeten. Ihr einzigartiger Blick auf die Oberfläche erlaubt entsprechend beeindruckende Aufnahmen. Eine davon zeigt ein Gebiet, das nach den „Qualen des Tantalus“ benannt wurde.

Mars-Oberfläche wie von Fingernägeln zerkratzt

Ende April postete die ESA ein Foto und einen Beitrag zur sogenannten „Tantalus Fossae“. Die Region war entstanden als der Vulkan, den sie umgibt, sich erhob. Die dazu veröffentlichte Aufnahme zeigt Spuren, die die ESA beschreibt „als hätte jemand mit seinen Fingernägeln über die Oberfläche geharkt und dabei lange Gräben herausgemeißelt.“

Hervorgegangen sind diese allerdings dadurch, dass sich parallele Brüche aus dem Boden erhoben haben, durch die die Steine dazwischen in einen Abgrund fielen. Diese machten auch nicht vor einem 18 Kilometer breiten Krater halt, den die Gräben einfach durchkreuzen.

Zudem sollen sie Formationen auf dem Mars nicht zur selben zeit, sondern nacheinander aufgetreten sein. Für die Forschenden stellt das eine Gelegenheit dar, eine Zeit

Mythologische Beleuchtung des Mars-Phänomens

Benannt wurde die Region laut ESA übrigens nach Tantalus, einem Sohn von Zeus und Pluto. Nach einer griechischen Legende betrog er die Götter und wurde von Hades gezwungen, im Wasser unter einem Obstbaum zu stehen. Wenn er versuchte zu trinken, zog sich das Wasser zurück. Wenn er versuchte zu essen, bewegten sich die Zweige aus seiner Reichweite. Eine Strafe, die bekannt ist als „die Qualen des Tantalus“.

Lesetipp:

Quellen: ESA

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