Allein im beobachtbaren Bereich des Universums sind eine Vielzahl von Phänomenen auszumachen, denen man sich wohl nicht allzu weit näheren wollte. Sie verfügen teils über eine unvorstellbare Zerstörungskraft. Sei es ein schnell rotierender Neutronenstern, eine Supernova oder gar ein Schwarzes Loch. Was aber würde passieren, wenn wir ein solches auf der Erde erschaffen würden?

Schwarzes Loch aus dem Labor

Da es der Wissenschaft bislang nicht möglich ist, Schwarze Löcher aus der Nähe zu untersuchen, beschränkt sich der aller größte Teil der Forschung auf theoretische Berechnungen. Umso faszinierender scheint aber der Gedanke, etwa mit Hilfe des Large Hadron Colliders (LHC) des CERN ein solches Objekt zu schöpfen.

Zumindest in der Theorie könnte der LHC in Zukunft das Potenzial haben, ein mikroskopisches Schwarzes Loch zu erschaffen. Allerdings wäre es möglicherweise nicht das einzige. Denn wie Forbes berichtet, gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ohnehin davon aus, dass unser Sonnensystem von unzähligen winzigen Schwarzen Löchern gespickt sein könnte.

„Wenn es diese Schwarzen Löcher gäbe, hätten sie die Erde […] während der gesamten Geschichte unseres Sonnensystems sowie die Sonne bombardiert“, merkt Ethan Siegel, leitender Mitarbeiter bei Forbes, an. Bislang gebe es allerdings keinerlei Beweise dafür, dass irgendein Körper in unserem Umfeld von einem solchen Objekt verschlungen wurde.

Nur geringes Risiko

Mittlerweile verfügt die Forschung über eine große Anzahl an Möglichkeiten, um die Strahlung zu messen, die von den dunklen Verschlingern und vergleichbaren Objekten ausgeht. Auch über die Risiken einer Annäherung sind sich Wissenschaftler*innen durchaus im Klaren. Auf einer mikroskopischen Ebene scheint die Gefahr aber vernachlässigbar. Erst jüngst gelang es einem Team des Massachusetts Institute of Technology (MIT) sogar, die „Echos“ Schwarzer Löcher hörbar zu machen.

Quelle: Forbes

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