Wenn es ein Getränk gibt, das weltweite Bekanntheit erlangt hat, dann ist es Cola. Was uns allerdings seit Jahrzehnten als hippe Erfrischung verkauft wird, ist und bleibt in vielen Varianten immer noch eine Limonade mit Unmengen an Zucker. Studien zeigen, welche auch kaum bekannten Folgen das haben kann.

Wie gefährlich ist es, Cola zu trinken?

Dass der tägliche Verzehr von viel Zucker gesundheitsschädlich ist, ist bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfahl deshalb laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) schon 2015, pro Tag nicht mehr als 25 Gramm, also rund sechs Teelöffel, davon zu konsumieren. Für Cola-Liebhaber wird es hier schon eng, denn eine normale 0,33-Liter-Flasche enthält durchschnittlich bereits knapp 30 Gramm Zucker (circa 126 Kalorien).

Was ganz generell passieren kann, wenn du dennoch tagtäglich zur Limonade greifst, wissen wir alle eigentlich schon: eine mögliche Gewichtszunahme. Daneben kann es laut Kosmetik- und Gesundheitsexpert*innen aber auch zu den folgenden Veränderungen kommen:

  • Deine Haut altert: Zucker kann sich mit den Proteinen Kollagen und Elastin verbinden. Dadurch werden beide geschwächt, die Haut kann anfälliger für Falten und weniger elastisch werden.
  • Karies entsteht: Zucker in Verbindung mit Mundbakterien lässt Säure als Stoffwechselprodukt entstehen. Diese greift den Zahnschmelz an und kann zur Entkalkung von Zahnstein führen. Die Folge ist Karies.

Weniger bekannte Folgen von Cola

Neben den genannten Auswirkungen gibt es dann jene, die wohl die wenigsten mit Cola in Verbindung bringen würden. Darunter ernsthafte Beeinträchtigungen des Gehirns und verschiedener Organe.

Wie Medical News Today berichtet, deutet die Forschung der vergangenen Jahre an, dass allein eine Büchse Cola schon innerhalb einer Stunde schädliche Folgen für deinen Körper haben kann. So soll beispielsweise das Blutzucker-Level innerhalb von zwanzig Minuten des Cola-Trinkens dramatisch ansteigen und einen Ausbruch an Insulin verursachen, zitiert das Portal den britischen Apotheker Niraj Naik.

Desweiteren …

  • … verwandelt die Leber die Menge an Zucker in Fett.
  • … absorbiert der Körper das gesamte Koffein der Cola innerhalb von 40 Minuten.
  • … sorgt das Koffein für erweiterte Pupillen.
  • … steigt der Blutdruck an.
  • … stimuliert Cola durch die angeregte Produktion von Dopamin das Belohnungszentrum im Gehirn wie Heroin.
  • … löst sie den Drang nach einer weiteren Büchse Cola aus.
  • …erfolgt eine Stunde nach dem Konsum der Zuckereinbruch, wodurch Reizbarkeit und Müdigkeit entstehen.

Das sagen Studien zu den Auswirkungen von Cola

Verschiedene Untersuchungen weisen auf weitere Effekte hin. Eine 2018 veröffentlichte Studie zu zuckerhaltigen Getränken wie Cola ergab, dass diese das Level an bestimmten Verbindungen und Chemikalien, die die Gehirnaktivität stören, erhöht. Das wiederum soll zu einem gesteigerten Risiko für Schlaganfälle und Demenz führen.

Eine weitere Studie von 2018 zeigte, dass selbst Diät-Cola anscheinend nicht als Risikofaktor für Diabetes ausgeschlossen werden kann. Und auch bei Ratten zeigten Experimente laut einer Untersuchung von 2016 schädliche Effekte. Darunter verkleinerte Nieren und eine verringerte Leberfunktion.

Tipp: Das passiert, wenn du täglich Bier trinkst

Wer täglich auf Cola zurückgreift, setzt sich also nicht zwingend nur dem ein oder anderen Kilo mehr aus. Das Getränk löst verschiedene Prozesse im Körper aus, die unter Umständen negative Folgen für deine Gesundheit haben können, wenngleich auch nicht müssen. Wie sooft kann ein gesundes Maß aber dennoch nicht schaden.

Quellen: Medical News Today, Cureus: „Sugar Beverages and Dietary Sodas Impact on Brain Health: A Mini Literature Review„, Current Developments in Nutrition: „Diet Soda and Sugar-Sweetened Soda Consumption in Relation to Incident Diabetes in the Northern Manhattan Study“, Molecular Medicine Reports: „Chronic effects of soft drink consumption on the health state of Wistar rats: A biochemical, genetic and histopathological study„, eigene Recherche

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.