Wieso sollten Aliens in einem kleinen, engen Raumschiff das Weltall erkunden, wenn es auch anders geht? Eine Forscherin ist überzeugt, dass außerirdisches Leben auf sich frei bewegenden Planeten zu uns kommt. Mit dieser Forschungsmeinung zu Schurkenplaneten als UFO ist sie nicht alleine.

Außerirdisches Leben bewegt sich in gigantischen UFOs durch das All

Bei Schurkenplaneten handelt es sich um sich bewegende Planeten, die entweder mal aus ihrem Sonnensystem herausgeflogen sind und sich nun frei im Weltall bewegen oder niemals durch die Gravitation eines Sterns (wie es bei unserer Erde etwa die Sonne ist) in einem System gehalten wurden, wie die Stuttgarter Zeitung einordnet.

Es wird eine Vielzahl verschiedenster Schurkenplaneten im Weltraum vermutet. Die Forscherin Irina K. Romanovskaya fokussiert sich bei der Suche nach außerirdischem Leben auf die Möglichkeit, dass andere intelligente Lebensformen eben genau diese Schurkenplaneten als Fortbewegungsmittel durch das All nutzen könnten:

„Ich gehe davon aus, dass außerirdische Zivilisationen frei schwebende Planeten als interstellares Transportmittel nutzen, um Planetensysteme zu erreichen, zu erforschen und zu kolonisieren.“

Irina K. Romanovskaya

Mit den Schurkenplaneten sei es leichter, größere Bevölkerungsgruppen von einem Ort zum nächsten zu überführen. Mit Raumfahrzeugen würden sie „höchstwahrscheinlich ernsthaften oder unüberwindbaren technischen Problemen gegenüberstehen“.

Beobachtbare Technosignaturen als Beweis

Für einen Beweis ihrer Annahmen argumentiert sie: „Fortgeschrittene außerirdische Zivilisationen können beobachtbare Technosignaturen erzeugen, wenn sie innerhalb ihrer Planetensysteme und zu anderen Planetensystemen migrieren.“

Die Untersuchung womöglicher Technosignaturen erfolgt nicht in ihrer Veröffentlichung. Sie schlägt jedoch vor, freischwebende Planeten zu untersuchen, die sich Berechnungen zufolge schon einmal sehr nah beieinander befunden haben. Dabei formuliert sie, dass vor allem RGB- sowie AGB-Sterne und sogenannte Weiße Zwerge im Fokus stehen sollten. Dort bliebe eine bewohnbare Zone über Millionen von Jahren stabil. Entsprechend könnte sich dort zumindest früher einmal außerirdisches Leben befunden haben, bevor sie auf einem anderen Planeten weitergereist sind.

Weitere Anhänger der Theorie

Mit dieser Forschungsmeinung ist sie auch nicht alleine. Sie bezieht sich in ihrer Arbeit unter anderen auf die vorangegangene Untersuchung von Bradley M. S. Hansen. Der Professor in Physik und Astrologie hat in diesem Zusammenhang mehrere Planetenpaare herausgearbeitet, wo er es für wahrscheinlich hält, dass dort mal ein Übergang einer anderen intelligenten Lebensform stattgefunden hat.

Derweil bereiten andere Forscher*innen eine Nachricht an außerirdisches Leben vor. Was in der Botschaft steht, erfährst du in unserem separaten Artikel. Allerdings heißen nicht alle die Idee gut, Kontakt zu Aliens aufzunehmen.

Quellen: Stuttgarter Zeitung; „Migrating extraterrestrial civilizations and interstellar colonization: implications for SETI and SETA“ (April 2022, International Journal of Astrobiology); „Unbound Close Stellar Encounters in the Solar Neighborhood“ (Januar 2022, The Astrological Journal)

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