Forscherinnen und Forscher der University of Warwick im Vereinten Königreich haben sich die Auswirkungen der sozialen Isolation auf das menschliche Gehirn genauer angeschaut. Dabei stellten sie einen direkten Zusammenhang von häufigem Alleinsein und einer späteren Demenzerkrankung im Alter fest.

Soziale Isolation und Einsamkeit können dich sehr krank machen

In der Studie haben sich die Forscherinnen und Forscher das Gehirn von über 30.000 Personen genauer angeschaut, wie ScienceDaily berichtet. Die Analyse des Datensatzes ergab, dass Personen, die zur sozialen Isolation neigen, ein geringeres Volumen grauer Gehirnmasse und jener Regionen haben, die an der Gedächtnisleistung und anderen Lern- und Merkvorgängen beteiligt sind.

Das erschreckende Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit einer späteren Demenzerkrankung von Personen, die viel alleine sind und sich isolieren, steigt um ganze 26 Prozent an. Dabei ist wichtig anzumerken, dass Einsamkeit und soziale Isolation unterschiedliche Einflussfaktoren darstellen.

Wann spricht man von sozialer Isolation? Das Psychologie-Magazin Psylex beschreibt die soziale Isolation als einen Zustand, in dem Menschen wenige bis gar keine Kontakte haben. Einsamkeit hingegen beschreibt das Gefühl von anderen getrennt zu sein.

Ab 60 Jahren wird die Isolation besonders gefährlich

Auch durch Einsamkeit kann man später dement werden, allerdings war hier der Zusammenhang entsprechend der Studienergebnisse nicht signifikant genug. Daher haben die Forscherinnen und Forscher das subjektive Gefühl der Einsamkeit gegenüber dem objektiven Zustand der sozialen Isolation differenziert voneinander betrachtet. Gerade ab einem Alter von 60 Jahren konnte ein klarer Zusammenhang zwischen Demenz und sozialer Isolation festgestellt werden.

Die Autor*innen der Studie heben daher ganz klar hervor, dass dieser Zustand tunlichst vermieden werden muss, insbesondere im Alter. Das klappt auch von weiter weg. Schau dir etwa beliebte Apps für Videotelefonie an, um dich digital mit deinen Freunden zu treffen. Selbst komplexere Spiele wie „Dungeons und Dragons“ lassen sich online organisieren.

Quelle: ScienceDaily, Psylex

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