Der Mars ist unser Nachbar im Sonnensystem und trotz diverser Rover und Sonden wissen wir bisher sehr wenig über ihn. Wissenschaftler*innen rätseln beispielsweise immer noch darüber, warum er eine so viel dünnere Atmosphäre verglichen mit der Erde hat. Um diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen, braucht die NASA nun deine Hilfe.

NASA will die Anzahl der Wolken auf dem Mars bestimmen – zusammen mit dir

Spuren von Wasser weisen darauf hin, dass die Atmosphäre des roten Planeten früher um einiges dicker gewesen sein muss. Mit der Mitmachaktion „Cloudspotting on Mars“ will die NASA der Geschichte der Mars-Atmosphäre auf dem Grund gehen: „Durch das Verständnis, wo und wie diese Wolken erscheinen, hoffen die Wissenschaftler, die Struktur der mittleren Marsatmosphäre, die etwa 50 bis 80 Kilometer hoch ist, besser zu verstehen.“

Für diesen Zweck wurden Daten aus 16 Jahren gesammelt, die nun gesichtet werden müssen. Dabei möchte die NASA die zwei Häufigkeit der zwei verschiedenen Wolken-Arten auf dem Mars bestimmen:

  1. Wasser-Eis-Wolken
  2. Wolken auf Kohlenstoffdioxid

Besonderes Interesse hat die Wissenschaft an den Wasser-Eis-Wolken. Anhand derer könnten die NASA-Forschenden rekonstruieren, wie viel Wasserdampf zu welchem Zeitpunkt in die Atmosphäre gelangt.

5 einfache Schritte helfen der Mars-Forschung

Möchtest du der NASA dabei helfen, die Daten vom Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) auszuwerten, gehst du folgendermaßen vor:

  1. Über die öffentliche Plattform Zooniverse kannst du teilnehmen.
  2. Wenn du bei Zooniverse den Graphen betrachtest, erkennst du Wolken an plötzlichen, hohen Spitzen, die aber auch rapide wieder abfallen.
  3. Dieser Peak zeigt, wo genau die Wolken entstanden sind.
  4. Als nächstes musst du lediglich die Spitze mit der Maus markieren.
  5. Bei der Betrachtung des Graphen kannst du immer zwischen vier verschiedenen Aufnahmen wählen, da die bogenartigen Auswüchse nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind.

Die NASA-Wissenschaftler*innen machen auch noch mal darauf aufmerksam, dass es natürlich nicht schlimm ist, wenn du mal eine Wolke irrtümlich bestimmst. Deine Unterstützung ist dennoch für „Cloudspotting on Mars“ gefragt und ist im wahrsten Sinne des Wortes keine Raketenwissenschaft.

Quelle: NASA, Zooniverse

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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