Schon am Mittwoch machten Berichte die Runde, heute treffe ein intensiver Sonnensturm die Erde. Er soll einer rund 20.000 Kilometer tiefen Feuerschlucht der Sonne entsprungen sein und dürfte sich im Alltag unzähliger Menschen bemerkbar machen.

Sonnensturm trifft ein

Dr. Tamitha Skov ist Expertin für Weltraumwetter und hält die Welt stetig über ihre Beobachtungen auf dem Laufenden. Einer ihrer Tweets, den sie am 16. Juli absetzte, erhält derzeit besondere Aufmerksamkeit. Denn er behandelt eine Sonneneruption, die sich direkt in Richtung der Erde richtet.

„Volltreffer! Ein schlangenartiges Filament, das als großer Sonnensturm in der Einschlagszone der Erde gestartet wurde. Die NASA sagt den Einschlag für den 19. Juli voraus. Starke Polarlichter sind möglich, bis tief in die mittleren Breiten. Amateurfunk- und GPS-Benutzer erwarten Störungen der Signale auf der Nachtseite der Erde.“

Dr. Tamitha Skov (via Twitter)

Wenig später folgten erste Aufnahmen aus den USA. Sie zeigten Polarlichter, wo normalerweise keine zu sehen sind. „Letzte Nacht war unglaublich“, jubelte etwa der Twitter-Nutzer Alex Resel. „Die Aurora hatte einen schönen Auftritt in Summit, South Dakota, während die Gewitter im Osten gleichzeitig unglaubliche Blitze unter einer mondbeleuchteten Landschaft ausspuckten.“

Es ist noch nicht vorbei

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, es seien seit Dienstag noch keine größeren Ausfälle gemeldet worden. Noch lassen sich die Auswirkungen des Sonnensturms aber beobachten und messen. Eine Gefahr geht nicht von dem Ereignis aus, allerdings solltest du dich, wie schon Dr. Skov erklärte, auf kleinere Störungen gefasst machen.

In den kommenden Jahren dürfte uns die Sonne noch des Öfteren mit Eruptionen wie dieser konfrontieren. Denn Stürme wie der aktuelle treten in Zyklen auf. Bis 2025 werden sie stetig zunehmen, prognostiziert die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration. Dann erreiche die Sonnenaktivität im aktuellen Zyklus ihren Höhepunkt.

Quellen: Twitter/@TamithaSkov; Twitter/@aresel_; Redaktionsnetzwerk Deutschland; National Oceanic and Atmospheric Administration

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