Rein theoretisch lässt sich die Zeit, die ein Patty zum Garen benötigt, um bis zu einem Drittel reduzieren. Wichtig ist dabei nur, dass es häufiger gewendet wird. Aber welche Frequenz ist die richtige? Willst du deine Burger-Patties braten, ohne dabei allzu viel Zeit zu verlieren, ist die Mathematik dein Freund.

Burger-Patties braten: So geht’s am schnellsten

Anhand eines mathematischen Modells wollte Jean-Luc Thiffeault von der University of Wisconsin „Die Mathematik des Burgerbratens“ erörtern. Er ging dabei von einem „unendlichen“ Stück Fleisch aus, das auf der Unterseite kontinuierlich gart und auf der Oberseite abkühlt, bis es gewendet wird. Seine Analyse veröffentlichte der Mathematiker im Fachjournal Physica D (Nonlinear Phenomena).

Thiffeault stellte fest, dass das Fleisch beim Wenden gleichmäßig erhitzt und sein Garvorgang dadurch beschleunigt wird. Je frequenter du sie wendest, desto schneller werden deine Burger-Patties braten – aber nur bis zu einem bestimmten Punkt.

„Bei einer großen Anzahl von Umdrehungen konvergiert die optimale Garzeit tcook auf ≈ 0,0754 (63 s), im Vergleich zu 0,0970 (80,5 s) für eine einzelne Umdrehung. Dies ist eine theoretische maximale Verringerung von 29 %“

Jean-Luc Thiffeault

Das heißt: Willst du einen Burger braten, der eine Dicke von einem Zentimeter hat, bräuchte es bei einmaligem Wenden eine Garzeit von circa 81 Sekunden – bei einer Plattentemperatur von 200 °C. Würdest du dein Patty im Abstand von knapp elf Sekunden wenden, bräuchte es nur noch etwa 63 Sekunden um durchzugaren. Damit würdest du knapp ein Drittel der Zeit sparen.

Nicht zu oft wenden

Der Mathematiker merkte ebenfalls an, dass der Zeitgewinn ab einer gewissen Anzahl von Wendungen langsam aber sicher abnahm. Ab drei- bis viermaligem Wenden wäre der Zeitgewinn demnach vernachlässigbar. Du könntest also zwar noch etwas mehr Zeit sparen, wirklich lohnen würde sich das aber vermutlich nicht.

Quellen: „The mathematics of burger flipping“ (Physica D, 2022)

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