Veröffentlicht inScience

Sonne: Sie soll für Wasser auf dem Mond verantwortlich sein – aber wie soll das gehen?

Auf dem Mond soll es Spuren von Wasser geben. Das ist eigentlich keine neue Erkenntnis. Das es aber zum Teil seinen Ursprung bei der Sonne haben könnte, verblüfft.

© lukszczepanski - stock.adobe.com

Woraus besteht die Sonne? Das wird dich überraschen

Der gigantische Feuerball am Himmel hält immer noch viele Rätsel für uns bereit.Doch eines wollen wir für dich klären: Woraus besteht die Sonne?

Schon lange beschäftigt der Mond die Menschheit und demzufolge auch die Weltraumforschung. Zu den vielen aktuellen Interessengebieten zählt vor allem auch die Frage nach Wasser auf dem Erdsatelliten. Nun hat man welches gefunden, doch die Herkunft in den untersuchten Proben dürfte überraschen – es soll sich nämlich um die Sonne handeln.

Sonne spielt Rolle bei Wasser in Mondstaubkörnern

Ein Forschungsteam aus China hat für eine neue Studie Proben der Chang’e-5-Mondmission untersucht. Diese fand vom 23. November bis zum 16. Dezember 2020 statt und brachte Proben auf die Erde zurück. Nun hat man sich 17 winzige Staubkörner aus den mittleren Regionen sowie dem vulkanischen Mondbasalt genau angeschaut und dabei festgestellt, dass ihre Hüllen eine hohe Konzentration an Wasserstoff aufweisen.

Dabei stellte man direkt eine Theorie zu dessen Herkunft auf: In der Tat sollen in Sonnenwinden enthaltene Wasserstoffionen auf die Oberfläche des Mondes getroffen sein. Dort könnten sie mit Mineraloxiden interagiert und sich anschließend mit dadurch freigesetzten Sauerstoffatomen verbunden haben.

Große Mengen Wasser auf Mond vermutet

Bei ihren Nachforschungen stellten die Forschenden fest, dass die Wasserstoffverhältnisse in den Hüllen der Staubkörner mit denen, die für gewöhnlich in Sonnenwinden anzutreffen sind, übereinstimmen. Auch liegt die Verortung in den Hüllen nahe, da diese dem Wetter im All stärker ausgesetzt sind als deren Kerne.

Auch spannend zu wissen: Wie so alles im Universum wird auch unser Stern eines Tages verschwinden. Wir sagen dir, wann die Sonne explodieren wird.

Weitere Simulationen legen außerdem den Verdacht nahe, dass sich große Mengen Wasser aus Sonnenwinden in den mittleren und höheren Regionen des Mondes befinden müssen, da es dort kühler ist und die Temperatur einen Einfluss auf die Einlagerung von Wasser hat.

Quelle: „High abundance of solar wind-derived water in lunar soils from the middle latitude“ (PNAS 2022)

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.