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Weltall: Endlich gefunden – besonders alte Sterne waren in Milchstraße versteckt

Die Forschung hat seit jeher ihren Blick auf unsere Heimat im Weltall gerichtet. Dabei sind noch immer spannende Entdeckungen möglich.

Die Milchstraße am Nachthimmel.
© PiotrKaluza - stock.adobe.com

Milchstraße - Die wichtigsten Fakten zu unserer Galaxie

Fakten zur Milchstraße

Geht es um die Erforschung des Weltalls, scheint man in der Forschung recht sportlich zur Sache zu gehen und am liebsten immer tiefer in die unendlichen Weiten schauen zu wollen. Doch auch unser eigenes galaktisches Zuhause bietet noch viele unbekannte Schätze, die nur auf ihre Entdeckung warten. Das legt eine neue Untersuchung der Milchstraße nahe, die Spannendes offenbarte.

Weltall: Besondere Sterne endlich aufgefunden

Wie eine Forschungsgruppe jetzt mitgeteilt hat, sind ihr für ihre neue Studie des Weltalls die bislang größte Sammlung an detaillierten Beobachtungen zu den ältesten Sternen in der Milchstraße gelungen. Diese müssen bereits weniger als eine Milliarde Jahre nach dem Urknall entstanden sein und sind aufgrund ihres Alters von großer Bedeutung.

Durch ihre tiefgründige Analyse können Forscherinnen und Forscher nun herausfinden, wie Galaxien zum Zeitpunkt ihrer Entstehung gewesen sein müssen und wie Sterne entstehen. Denn einige der Sterne haben die durchaus wilde Entstehungszeit der Milchstraße heil überstanden und existieren noch immer, was durchaus beachtlich ist.

Übrigens: Möchtest du die Milchstraße am Himmel sehen? Wir sagen dir, was du dabei beachten musst und welche Ausrüstung du am besten dabei haben solltest.

Neue Forschungsmethode ermöglichte Fund

Wie es weiter heißt, sollen sich die 1.300 Sterne sehr langsam auf immens großen und teilweise chaotischen Kreisbahnen im Weltall bewegen. Darüber hinaus befindet sich der große Teil im Inneren der Milchstraße. Dass die Sterne überhaupt existieren soll dem Forschungsteam per se keine Überraschung sein, ihr Vorhandensein konnte man bereits annehmen.

Sie aber auch wirklich zu finden, war eine enorme Herausforderung, denn im inneren der Milchstraße hat der interstellare Staub die Sicht auf sie verdeckt. Um sie doch ausfindig zu machen, kamen spezielle Filtertechniken zum Einsatz sowie das Canada-France-Hawaii Telescope in Hawaii zur Unterstützung. Zunächst habe man so nach potenziellen Kandidaten gesucht und diese anschließend mit Hilfe spektroskopischer Untersuchungen am Anglo-Australian Telescope bestätigt.

Das Alter der jeweiligen Sterne im Weltall ließ sich dann anhand ihrer Zusammensetzung festlegen. Anders als es bei jüngeren Exemplaren der Fall ist, bestehen alte Beispiele nur im geringen Maß aus schweren Elementen. Stattdessen dominieren in ihnen Wasserstoff und Helium.

Quelle: „The Pristine Inner Galaxy Survey (PIGS) VII: a discovery of the first inner Galaxy CEMP-r/s star“ (Cornell University 2023)

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