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NASA: Erste Erkenntnisse durch Asteroid Bennu – „anders“ als alles andere

Aktuell wertet man bei der NASA die Proben vom Asteroiden Bennu aus. Aus ihnen lässt sich schon jetzt einiges herleiten.

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Die spannende Mission der NASA zum Asteroiden Bennu und wieder zurück mag zumindest im All vorbei sein. Aber jetzt geht es ans Eingemachte – und dazu gibt es schon erste Erkenntnisse und Theorien.

NASA: „Aufregende“ Forschung an Asteroidenproben

Nach sieben langen Jahren hat die OSIRIS-REx-Mission der NASA im September 2023 Proben vom Asteroiden Bennu auf die Erde gebracht. Nach einigen bangen Monaten, weil man den Kanister mit der wertvollen Fracht nicht öffnen konnte, erforschen jetzt Expertinnen und Experten Gesteine aus dem Weltall.

Im Gespräch mit Space.com verrieten nun die zwei führenden Wissenschaftler Dante Lauretta und Thomas Zega, die mit den Proben arbeiten, dass viel Wasser in Mineralien eingeschlossen vorliegt und dass die Gesteine reich an Kohlenstoff, Stickstoff, Schwefel und Phosphor sind. Gerade in ihrer makellosen Form stellen sie das größte derartige Materialreservoir auf der Erde dar.

Was sie und andere Fachleute bislang herausgefunden haben, wird ab März im größeren Umfang veröffentlicht. Über 70 wissenschaftliche Zusammenfassungen habe man bereits für ein Forschungstreffen eingereicht. Eine frühe Erkenntnis darin ist unter anderem, dass die Bennu-Proben isotopisch mit nichts zu vergleichen sind, was man von bisherigen Meteoriten kennt – Lauretta beschreibt diesen Umstand als „aufregend“.

Auch interessant: Nicht nur das gesammelte Material ist erstaunlich. Auch der Asteroid Bennu selbst ist sehr eigenartig und laut der NASA wie ein „Bällebad“.

Bennu könnte von einer Ozean-Welt stammen

Außerdem sind die Proben allesamt von einer einzigartigen Phosphatschicht überzogen, die man auch noch nie bei bisherigen Meteoriten gesehen hat. Solch hohe Konzentrationen hatte man bis dato nur bei außerirdischen Ozeanwelten festgestellt.

Bennu könnte also vor langer Zeit von einem solchen Planeten abgebrochen sein. Lauretta zufolge ist dies zwar noch äußerst spekulativ. Zugleich ist es aber der beste aktuelle Hinweis für die Ursprünge des Materials.

Quelle: Space.com

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