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Energiesparen am Arbeitsplatz: 19 Grad können laut Ärzten gefährlich sein

Die Energieversorgung wird immer schwieriger im Anbetracht des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Energiesparen lautet die Devise – doch das kann gesundheitliche Risiken nach sich ziehen.

Mann erkältet am Arbeitsplatz.
Die Raumtemperatur absenken zum Energiesparen kann gesundheitsschädlich sein. © Antonioguillem / stock.adobe.com

Der noch immer andauernde Krieg Russlands gegen die Ukraine hat weitreichende Folgen für die internationale Gemeinschaft. Unter anderem sind weltweit die Energiepreise stark angestiegen, was sich auch hierzulande bemerkbar macht. Von daher steht Energiesparen mehr als je zuvor auf dem Programm. Doch die empfohlene Höchsttemperatur erhitzt in medizinischen Kreisen die Gemüter – diese sei nämlich zu niedrig.

Energiesparen: 19 Grad nicht für alle Berufe geeignet

Seit dem 1. September 2022 gilt eine neue Verordnung zum Energiesparen in Deutschland. Damit soll der Verbrauch kurzfristig bis in den Februar hinein verringert werden. Zu den vielen Vorgaben gehört unter anderem auch eine Höchsttemperatur von 19 Grad in öffentlichen Gebäuden, wenn darin Menschen überwiegend sitzen.

Doch genau an diesem Punkt stößt sich der Verband Deutscher Betriebs- und Werkärzte, wie die dpa berichtet (via WinFuture). Dabei sei diese Vorgabe besonders für Berufe ungeeignet, bei denen Menschen dauerhaft sitzen und zwischendurch weder aufstehen noch sich viel bewegen können, auch weil sie permanent ein hohes Maß an Konzentration erfordern.

Auch für Berufe, bei denen feinmotorische Aufgaben notwendig sind, seien 19 Grad zu niedrig. Als Beispiele werden die Bildschirmüberwachung von Fluglotsen oder das technische Zeichnen am Computer genannt.

Eine Frage des subjektiven Gefühls

In einem separaten Radio-Interview mit dem MDR räumte man aber ein, dass es keine konkreten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Raumtemperatur und Konzentrationsfähigkeit gebe. Die eine perfekte Einstellung kann es also nicht geben, zumal es auch vom persönlichen Empfinden abhängt. In einem separaten Bericht beim Sender wird aber die generelle Sorge geäußert, dass sich Personen einfach schneller erkälten könnten.

  • Auch gut zu wissen: Um selbst besser Energie zu sparen, solltest du unbedingt einen Blick in deine eigenen vier Wände werfen. Dort könnten nämlich gleich drei große Stromfresser lauern.

Das sollen Unternehmen jetzt tun

Um dem entgegenzuwirken und die Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht zu beeinträchtigen, sollen Betriebe die Arbeitsplätze möglichst so umgestalten, dass sie ausreichende Bewegung zulassen. Auch kalte Füße sollen vermieden werden, indem man beispielsweise Auslegware auf den Böden verteilt.

Ebenso spiele die Option aufs Homeoffice eine wichtige Rolle. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sollen nicht einzig die Verantwortung in Form von passender Kleidung tragen müssen.

Quelle: dpa (via WinFuture), MDR

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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