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Geheimnis für ein langes Leben: Forscher gelingt jetzt Durchbruch

Auf der Suche nach dem Schlüssel für ein langes Leben haben Forschende jetzt einen Durchbruch erzielt. Das Geheimnis könnte demnach in einer bestimmten Nagetierart stecken.

Fröhliche Seniorin auf einer Wiese.
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Gesund leben: So einfach geht es!

Schon mit ein paar simplen Tipps könnt ihr eure Gesundheit verbessern!

Die meisten Menschen dürften sich für sich und ihre Liebsten ein möglichst langes Leben wünschen und das nicht nur zum Geburtstag. Ob es letztendlich auch so kommt, hängt natürlich von einer Vielzahl an Faktoren ab, von denen man manche beeinflussen kann (zum Beispiel die Ernährung) und andere nicht (die Gene). Nun hat eine Forschungsgruppe einen wichtigen Schritt getan, unser Alter in Zukunft auch auf medizinischem Wege zu verlängern.

Langes Leben: Diese Tiere beherbergen ein spannendes Geheimnis

Auf der Suche nach einem Weg, um vielleicht eines Tages länger leben zu können, würden wohl die wenigsten von uns an Nacktmulle denken. Die kleinen Nager mögen vielleicht nicht den schönsten Anblick abgeben, verfügen aber über eine Vielzahl beachtlicher Eigenschaften und Fähigkeiten. Eine davon ist ihre im Vergleich zu ihren Artgenossen sehr hohe Lebenserwartung.

Eine Forschungsgruppe aus den USA hat nun herausgefunden, dass ein einziges Gen eine wichtige Rolle für ihre Langlebigkeit spielen könnte. Wie sie in ihrer Studie ausführen, könnte dieses in Zukunft vielleicht sogar in andere Säugetiere gepflanzt werden und sie länger leben lassen.

Für ihre Untersuchung haben sie es in Mäuse gesteckt, die anschließend um etwa 4,4 Prozent länger lebten als andere Tiere. Außerdem schienen sie besser gegen Krebs geschützt gewesen zu sein, erlitten weniger Entzündungen in ihren Körpern und wiesen später eine gesündere Darmflora auf – kurzum: Sie zeigten weniger Symptome fortschreitenden Alters.

Auch gut zu wissen: Du musst nicht drauf warten, bis die Erkenntnisse aus dem Nacktmull-Experiment auf den Menschen übertragen werden können. Wir geben dir drei Tipps für ein längeres Leben, die du jederzeit beherzigen kannst.

HAS2-Gen lässt Mäuse später sterben

Konkret handelt es sich um eine Variante des HAS2-Gens (Hyaluronansynthase 2), das große Mengen Hyaluronsäure (HMW-HA) mit großer molekularer Masse produziert und von dem man bereits glaubt, dass es das Krebsrisiko in Nacktmullen beeinflusst.

Wie genau die Extramengen HMW-HA ihre Arbeit verrichten, ist noch nicht bekannt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler glauben aber, dass es etwas mit der direkten Regulierung des Immunsystems zu tun haben muss, da so unter anderem Entzündungen vorgebeugt werden kann.

Das nächste Ziel soll nun die mögliche Anwendung im Menschen sein. Es soll bereits verschiedene Ansätze dafür geben, wie es funktionieren könnte, allerdings wird es noch lange dauern, bis wir dadurch länger leben können. So vergingen zwischen der Entdeckung von HMW-HA in Nacktmullen bis zum jetzigen Experiment zehn Jahre.

Quelle: „Increased hyaluronan by naked mole-rat Has2 improves healthspan in mice“ (Nature 2023)

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