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WhatsApp Nachrichten mitlesen: Mit diesem Verhalten machst du dich strafbar – und so schützt du dich

WhatsApp: Die besten Tipps und Tricks für deinen Messenger
Mi, 26.06.2019, 12.09 Uhr

WhatsApp: Die besten Tipps und Tricks für deinen Messenger

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Bei WhatsApp Nachrichten mitzulesen kann ernsthafte Konsequenzen haben. Wir zeigen, worauf du achten musst und zwei einfache Methoden, um dich vor fremden Blicken zu schützen.

WhatsApp ist mit über einer Milliarde Nutzern der größte Messenger weltweit. In mehr als 180 Ländern ist er aktiv. Deshalb ist es fast kein Wunder, dass Nachrichten in WhatsApp auch gehackt werden. Sicher, der zu Facebook gehörende Messenger verschlüsselt seine Nachrichten seit geraumer Zeit. Dennoch gelingt es Dritten immer wieder unbefugt und heimlich bei WhatsApp Nachrichten mitzulesen. Aber keine Sorge. Du kannst dich davor schützen.

WhatsApp-Nachrichten mitlesen: Das ist die Rechtslage

Aus welchem Grund auch immer Fremde oder sogar dir bekannte Personen deine WhatsApp-Nachrichten mitlesen, klar ist: Wenn dies ohne deine Erlaubnis geschieht, ist es verboten und strafbar. Das gilt zumindest für derartige Handy-Überwachung bei Erwachsenen.

Bei minderjährigen Kindern sieht die Rechtslage nicht so eindeutig aus. Das Problem ist die Grauzone zwischen Schutzrecht sowie Fürsorgepflicht und Selbstbestimmung des Kindes. Ein Blick eines möglicherweise besorgten Elternteils in den Messenger des Kindes kann also unter Umständen vor Gericht Bestand haben.

Mitlesen ist zu einfach

Noch bedeutender ist die Tatsache, wie einfach es ist, WhatsApp-Nachrichten mitzulesen. Die schlechte Nachricht: Eine spezielle Software oder extrem gute Computerkenntnisse sind nicht nötig, um WhatsApp-Nachrichten zu hacken und mitzulesen. Es werden lediglich ein zweites Smartphone und eine Internet-Verbindung gebraucht. Wir wollen dich übrigens nicht dazu anstiften, das zu tun, sondern darüber aufklären, wie so etwas überhaupt passieren kann.

Da die WhatsApp-Anmeldung ohne Benutzerkonto funktioniert (du meldest dich ja lediglich mit eurer Mobilfunknummer an), reicht es aus, die Nummer des "Opfers" zu kennen. Über diese geschieht dann die heimliche Anmeldung beim Messenger – über das zweite Smartphone, aber mit der Verifizierungs-PIN des fremden Accounts. Daneben gibt es weitere Wege, zum Beispiel über WhatsApp Web. Dagegen hilft leider auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht. Übrigens ist es auch mit diesem simplen Trick einfach bei WhatsApp mitzulesen.

Merke: Auch wenn du nicht die ganze Zeit am Handy bist: Jeglicher Hack kann auch passieren, wenn du dein Smartphone nur fünf Minuten aus den Augen lasst.

WhatsApp-Nachrichten mitlesen: Dein Schutz

Natürlich sollst du nicht die ganze Zeit an deinem Mobiltelefon hängen, um es vor einem WhatsApp-Hack zu schützen. Das geht einfacher:

  • SMS auf WhatsApp-Nachrichten checken

Hacker können unter Umständen über ein zweites Smartphone und ein neu erstelltes WhatsApp-Konto deine Verifizierungs-PIN herausfinden und nutzen, um bei WhatsApp mitzulesen. Deshalb solltest du stutzig werden, wenn eine SMS-Bestätigung des Messengers in deinem Postfach liegt, ohne dass du diese angefordert hast.

Check auch die empfangenen SMS und die Anruferliste. Denn hat die SMS keinen Erfolg, ruft WhatsApp an. Und wenn der Angreifer dann noch im Besitz deines Handys ist, hast du schlechte Karten.

  • Schutz durch Zwei-Faktor-Authentifizierung

WhatsApp versucht ständig seinen Nutzern mehr Schutz zu bieten. Eine Möglichkeit ist seit einiger Zeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Du kannst dir eine sechsstellige PIN einrichten, die jedes Mal, wenn WhatsApp auf ein neues Handy überragen und registriert wird, abgefragt wird. Eine E-Mail-Adresse zur Wiederherstellung der PIN könnt ihr ebenfalls hinterlegen. Für die Zwei-Faktor-Authentifizierung musst du Folgendes tun:

  1. Öffne WhatsApp.
  2. Geh in die "Einstellungen".
  3. Unter "Account" klickst du "Verifizieren in zwei Schritten" an.
  4. Dann gib deine persönliche PIN sowie anschließend die E-Mail-Adresse ein, die du zur Wiederherstellung mit der PIN verknüpfen willst.
  5. Fertig!

In der Einstellung kannst du PIN und E-Mail-Adresse jederzeit ändern. Außerdem kannst du dort die Zwei-Faktor-Authentifizierung auch wieder deaktivieren. Aber das empfiehlt sich natürlich nicht.

Tipp: Du kannst auch WhatsApp mit einem Passwort sperren.

Wider die WhatsApp-Spionage

Das alles ist keine Garantie dafür, dass deine WhatsApp-Nachrichten nicht mitgelesen werden. Aber es sind Vorsichtsmaßnahmen, die dagegen helfen können.

WhatsApp bietet übrigens auch immer wieder Stoff für Kuriositäten. Immer wieder taucht etwa die WhatsApp-Grusel-Puppe "Momo" auf. Wusstest du auch,dass du dich mit nur einer WhatsApp-Nachricht strafbar machen kannst? Außerdem Hier gibt es die besten WhatsApp-Tipps und -Tricks für dich.

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