Moderne Smartphones verfügen inzwischen über eine fast unüberschaubare Fülle an Features. Dabei ist es eigentlich unmöglich, alle im Blick zu haben. Umso spannender wird es, wenn du dadurch Neues entdeckst. Denn selbst ältere Geräte erlauben dank bestimmter Handy-Codes noch Überraschungen. Der Folgende führt dich zum Beispiel zu einen sehr praktischen Handy-Hack.

Probiere den Handy-Hack selbst

Hinter dem sehr spezifischen und umständlich wirkenden Handy-Code **61*5500**25# verbirgt sich die allgemeine Form **61*Kennzahl**Sekunden#, die dazu dient, die Länge des Klingeltons deines Handys anzupassen. Dabei hängt die Zahlen- und Zeichenabfolge davon ab, bei welchem Mobilfunkanbieter du bist und wie lange es klingeln darf, wenn dich jemand anruft. Der Code **61*5500**25# bedeutet zum Beispiel, dass du Vodafone-Kund*in bist und dein Handy 25 Sekunden lang klingelt.

Das heißt, je nachdem welchen Anbieter du hast und welche Zeit du einstellst, kannst du mit dem genannten Handy-Code bestimmen, wie lange dein Smartphone bei Anruf klingeln darf. Die Zeitspanne kann dabei von fünf bis 30 Sekunden variieren.

Beispiele für Handy-Code-Kennzahlen

  • 5500: Vodafone
  • 3311: Deutsche Telekom
  • 333: Telefónica/O2

Mögliche Längen für den Klingelton am Handy (in Sekunden)

  • 5
  • 10
  • 15 (Standardeinstellung deines Anbieters)
  • 20
  • 25
  • 30

So funktioniert der Handy-Code

Hinter diesem und anderen GSM-USSD-Codes für dein Handy stecken Steuerungscodes für Mobilfunknetze, die bei iOS- und Android-Geräten gleichermaßen funktionieren. Alles, was du tun musst, ist deine Telefon-App zu öffnen und dir dort das Tastenfeld einblenden zu lassen. Anschließend gibt du den Handy-Code ein und bestätigst dies mit der Anruf-Taste. Anschließend sollte der Klingelton an deinem Handy auf die festgelegte Länge begrenzt sein.

Tipp: Du kannst eben diesen Handy-Code auch verwenden, um deine Mailbox einzurichten, solltest du sie nutzen.

GSM-USSD? Das verbirgt sich hinter den Handy-Codes

Die Abkürzung GSM steht für „Global System for Mobile Communications“ (ehemals Groupe Spécial Mobile) und ist ein Standard für volldigitale Mobilfunknetze, der schon 1990 eingeführt wurde. Bei den sogenannten USSD-Codes handelt es sich dagegen um „Unstructured Supplementary Service Data“, also unstrukturierte, zusätzliche Servicedaten.

Die Kombinationen bestehen aus einer Folge von Ziffern, Hashtags (#, auch Doppelkreuze) und Sternen (*), die auf jeder Handy-Tastatur hinterlegt sind. Abgesetzt werden die dahinter verborgenen Steuerbefehle für das Mobilfunknetz durch den Anruf-Button, also das Symbol des grünen Hörers.

Durch die Handy-Codes können verschiedene Einstellungen im Wirknetz der SIM-Karte verändert und der Mobilfunkanschluss individuell justiert werden. Vor allem einige Einstellungen der Mailbox sind ausschließlich darüber möglich.

Achtung: Aktuell ist eine Betrugsmasche auf WhatsApp im Umlauf, die auf ebensolchen GMS-Codes basiert. Dabei werden Nutzer*innen gebeten, eine entsprechende Kombination einzugeben. Dadurch allerdings stellen sie unbewusst eine Rufumleitung von ihrem Handy auf das Gerät des Kriminellen her. Dieser kann dann den WhatsApp-Account seiner Opfer übernehmen.

Versteckte Handy-Funktionen unter Android

Neben den Features, die Handy-Codes zum Vorschein bringen, haben Android-Geräte auch eine Reihe anderer, versteckter Funktionen. Über den Lautstärkeregler lassen sich zum Beispiel automatische Untertitel einblenden. Aber auch an anderer Stelle wird es interessant. So kannst du über den App-Verlauf eine App anheften. Und wer sein Handy nicht immer manuell entsperren möchte, kann mit der Funktion Smart Lock automatischen Zugriff einstellen.

Quelle: eigene Recherche

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