Für erfolgreiche Geschäftsleute ist es längst nicht mehr ungewöhnlich, ein eigenes Raumfahrtunternehmen zu gründen. Mit Blue Origin hat sich Jeff Bezos diesen Traum erfüllt und steht nun kurz vor seinem ersten Ausflug in den Weltraum. Auf der anderen Seite der Gesellschaft sind dagegen mehr als 41.000 Personen dazu entschlossen, seine Rückkehr zur Erde zu verhindern.

Milliardär Jeff Bezos stößt auf enorme Abneigng

Für den 20. Juli hat Jeff Bezos den ersten bemannten Flug seiner New Shepard-Rakete angekündigt. Zusammen mit seinem Bruder und einem oder einer anonymen Mitreisenden, der oder die sich den Platz an Bezos Seite vor kurzem für 28 Millionen US-Dollar gesichert hatte, lässt sich der Blue Origin-Gründer in den Weltraum schießen.

Als Reaktion darauf starteten nur drei Tage nach der offizieller Ankündigung des Vorhabens eine Reihe an Petitionen, die nur ein Ziel haben: Jeff Bezos soll nicht zurückkehren, sobald er die Erde verlassen hat. Dass der Wunsch unerwartet verbreitet zu sein scheint, zeigt die rapide steigende Zahl der Teilnehmer:innen, die in nur zehn Tagen auf Tausende angestiegen war. Die meisten der über 41.000 Personen haben dabei eine Petition mit dem Titel „Erlaubt Jeff Bezos nicht, zur Erde zurückkehren“ unterzeichnet. Zu finden ist diese auf dem Portal Change.org (zur Seite).

Deshalb unterschrieben Zehntausende Jeff Bezos‘ Abschiebung

Der Beweggrund für die Abstimmung: „Milliardäre sollten nicht existieren…auf der Erde oder im All, aber sollten sie sich für Letzteres entscheiden, sollten sie dort bleiben“, heißt es in der Beschreibung der Petition. Einige der Teilnehmer:innen gaben zusätzlich zu ihrer Signatur noch den eigenen Grund für ihre Entscheidung an wie Business Insider berichtet:

  • „Auf die Erde zurückgelassen zu werden, ist ein Privileg – kein Recht“
  • „Die Erde will Menschen wie Jeff, Bill [Gates], Elon [Musk] und andere Milliardäre nicht“

Jose Ortiz, Initiator einer anderen Petition mit dem Titel „Petition, Jeff Bezos den Wiedereintritt zur Erde nicht zu erlauben“, hält Blue Origin-CEO Jeff Bezos sogar für „einen dunklen Fürsten, der auf die Weltherrschaft versessen ist“. Für Ortiz‘ Forderung haben bisher immerhin über 18.000 Menschen unterschrieben, die seine Ansicht ungefähr zu teilen scheinen.

So fliegt Jeff Bezos ins Weltall

Der bemannte Blue Origin-Flug am 20. Juli soll insgesamt elf Minuten dauern und bis zur sogenannten „Kármán-Linie“ gehen. Dabei handelt es sich um eine gedachte Grenze 100 Kilometer über der Erdoberfläche. Hat die New Shepard-Rakete diese erreicht, wird sich die Kapsel, in der Jeff Bezos und die weiteren Insassen sitzen, abtrennen und zurück in die Atmosphäre eintreten. Mithilfe von Fallschirmen soll sie den Erdboden erreichen.

Für Jeff Bezos ist das Vorhaben „ein Abenteuer – es ist eine große Sache“. Wie der Milliardär erklärt, wolle er den Flug wagen, weil es etwas ist, das er in seinem ganzen Leben schon immer tun wollte.

Nicht die erste Petition gegen Jeff Bezos

So ungewöhnlich die dagegen gerichtete Petition klingt, es ist nicht die erste Aktion dieser Art, die gegen Jeff Bezos losgetreten wurden. Auf Change.org findet sich unter anderem ein Exemplar, das die aktuellen Petitionen sogar noch in den Schatten stellt. Darin wird zunächst gefordert, dass Jeff Bezos die berühmte „Mona Lisa“ kauft. Skurril ist der zweite Teil der Petition, denn Bezos soll das Gemälde demnach nicht nur erwerben, sondern auch essen.

Der Grund für den Aufruf: Bisher habe niemand die „Mona Lisa“ gegessen und Jeff Bezos solle das möglich machen. Immerhin haben schon mehr als 12.000 Menschen dafür ihre Unterschrift hinterlassen.

Du willst noch mehr skurrile Fakten über den Blue Origin-Gründer und Milliardär? Es gibt mindestens zehn interessante Dinge, für die Jeff Bezos sein Vermögen ausgibt. Und obwohl er (noch für kurze Zeit) an der Spitze von Amazon steht, hat Jeff Bezos auch schon selbst Amazon-Bewertungen verfasst. Auf Twitter wurde übrigens vor einer Weile wild spekuliert, warum Jeff Bezos wirklich den Führungsposten bei Amazon aufgeben will.

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