Neben Binance, eToro und anderen gehört auch Coinbase zu den wahrscheinlich bekanntesten Online-Brokern für Kryptowährungen in Deutschland. In der Community könnten sich aber mit dem jüngst veröffentlichten Quartalsbericht des Unternehmens einige Zweifel an dem Unternehmen breitmachen. Denn mit dem Crash diverser Tech-Werte an den US-Börsen hat auch die Plattform einige Einbußen gemacht.

Coinbase macht Verluste

Allein im ersten Quartal des Jahres hat Coinbase fast 430 Millionen US-Dollar Verlust gemacht. Seit Anfang 2022 hat auch die Aktie des Unternehmens stark an Wert verloren. Binnen gerade mal viereinhalb Monate fiel sie um mehr als 70 Prozent. Der WirtschaftsWoche zufolge halte Brian Armstrong, Geschäftsführer und Co-Gründer von Coinbase, eine Insolvenz dennoch für unwahrscheinlich.

Das Unternehmen Coinbase wurde schon im Jahr 2012 gegründet. Es war von Anfang an dazu gedacht, eine Handelsplattform für Kryptowährung zu betreiben. Dort kannst du mitunter Assets wie Bitcoin, Ethereum, Ripple und viele weitere erstehen.

Was, wenn die Plattform pleitegeht?

Dennoch interessant zu wissen: Was würde denn eigentlich mit deinem Geld passieren, wenn der Konzern nun doch pleitegehen würde? Christian Conreder zufolge ist das „juristisches Neuland“. Er ist Rechtsanwalt für Kapitalanlagerecht und Partner bei Rödl & Partner.

Problematisch ist, das Anlegerinnen und Anleger ihre Coins in der Regel von den Brokern, bei denen sie kaufen und verkaufen, auch verwalten lassen. Aufgrund dessen könnten die gespeicherten Kryptos im Ernstfall als Firmenvermögen betrachtet werden, sodass du dein Geld verlierst.

Denn: Du hast keine sogenannten „Private Keys“, über die du bei einer selbstverwalteten Wallet auf deine Coins zugreifen würdest. Diese Schlüssel liegen im Falle von Plattformen wie Coinbase beim Anbieter.

Du verstehst noch nicht alles? Hier geht’s zu unserem Krypto-Lexikon.

Externe Wallets für höhere Sicherheit

Konkret unterscheidet man bei den digitalen Geldbörsen zwischen Hot- und Cold-Wallets. Auf sie könntest du im Grunde auch deine erstandenen Kryptos transferieren, um nicht länger auf die Geschäftsfähigkeit deines jeweiligen Brokers vertrauen zu müssen. Letztere sind besonders sicher, da sie vom Netz abgekoppelt in Form tatsächlicher Hardware existieren. So sind deine Assets dort auch vor Cyberkriminellen sicher.

Quelle: WirtschaftsWoche

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

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