Weltall-Filme wie „Der Marsianer“ (2015) entführen uns ins Universum und lassen uns mit den Protagonist:innen gemeinsam den Weltraum entdecken. Doch wie nah dran sind diese Filme an der Wissenschaft?

Realistische Weltall-Filme

Wo bleibt eigentlich die Wissenschaft hinter Hollywoods größten Weltall-Filmen? Tatsächlich sind einige von ihnen stellenweise durchaus realistisch. Wir haben uns drei ganz besondere Werke rausgesucht.

„Interstellar“ (2014)

In „Interstellar“ steht die Menschheit kurz vor der Auslöschung durch den Klimawandel und Nahrungsmangel. Als Forschende einen rätselhaften Riss im Raum-Zeit-Gewebe entdecken, glauben sie, dass es eine Chance zum Überleben gibt.

Christopher Nolan hat einiges getan, um sicherzustellen, dass sein Film zumindest auf wissenschaftlichen Theorien basiert. Am Ende sehen wir etwa, wie es vielleicht aussehen würde, am Ereignishorizont eines Wurmlochs vorbeizureisen. Dafür wandte sich der Filmemacher an den Nobelpreisträger Kip Throne. Der Physiker stellte Gleichungen zusammen, welche ein Computereffektteam schließlich nutzte, um eine Raumzeit-Verzerrung zu erzeugen (via Space).

„Interstellar“ kannst du derzeit bei Netflix streamen.

„Der Marsianer“ (2015)

Mark Watney (Matt Damon) bleibt bei einer abgebrochenen Mission auf dem Mars als einziger Astronaut zurück. Um zu überleben, braucht er Wasser, Atemluft und Nahrung. Auf dem Roten Planeten ist alles davon zu knapp. Er will sich „mit Wissenschaft aus der Scheiße ziehen“.

Der Film basiert auf Andy Weirs gleichnamigen Roman. Und alles, was im Film dargestellt ist, ist in der Wissenschaft begründet: Es beginnt damit, wie die Menschen auf der Erde entdecken, dass Watney noch lebt, bis hin zur Durchführung der Rettungsmission sowie die Frage, wie der Mann auf dem Mars atmen, essen und leben wird. Die NASA erklärt in einem Artikel, dass es in „Der Marsianer“ neun reale NASA-Technologien gibt:

  • Lebensraum
  • Pflanzenfarm
  • Wasserrückgewinnung
  • Sauerstofferzeugung
  • Mars-Raumanzug
  • Rover
  • Ionenantrieb
  • Radioisotope Thermoelectric Generators (RTGs)

Im Artikel heißt es außerdem, dass „Der Marsianer“ die fiktiven und faktischen Erzählungen über den Mars verbinde. Das Werk „baut auf der Arbeit der NASA und anderer auf, den Mars zu erforschen und ihn in die 2030er Jahre voranzutreiben, wenn NASA-Astronaut:innen regelmäßig zum Mars reisen und auf der Oberfläche leben, um sie zu erforschen. Obwohl die Handlung 20 Jahre in der Zukunft spielt, entwickelt die NASA bereits viele der Technologien, die im Film vorkommen.“

„Der Marsianer“ kannst du bei Sky und bei Disney Plus streamen.

„Apollo 13“ (1995)

Ron Howards „Apollo 13“ zeigt die abgebrochene Mondlandung von Apollo 13 im Jahr 1970. Nachdem ein Sauerstofftank explodiert war, wurden Teile des Raumschiffs schwer beschädigt. Die Astronauten an Board, die eigentlich als dritte Mannschaft auf dem Mond landen sollte, befanden sich in Lebensgefahr. Im Zuge einer weltweit beachteten Rettungsaktion mussten Jim Lovell, Jack Swigert und Fred Haise zur Erde zurückkehren.

Es ist selbstverständlich leichter einen realistischen Weltall-Film zu machen, wenn er auf wahren Ereignissen basiert. Dennoch muss lobend hervorgehoben werden, wie sehr Ron Howard bemüht war, die Wissenschaft hinter der Mission hervorzuheben. Um den Film realistisch aussehen zu lassen, besuchten der Regisseur und die Schauspieler, Tom Hanks, Bill Paxton und Kevin Bacon, während der Vorproduktion das Spacecamp der NASA in Huntsville, Alabama. Dort gingen sie etwa an Bord eines Space-Shuttle-Simulators.

Außerdem waren die Darsteller an Bord eines NASA-Jets KC-135, einer umgebauten Boeing 707, mit der die Schwerelosigkeit im Weltraum simuliert wurde. „Während das Flugzeug gerade nach oben fliegt, werden die Schauspieler durch die doppelte Schwerkraft auf ihren Sitzen festgeklemmt und werden dann plötzlich angehoben, während es zur Erde stürzt. Das Flugzeug führte die Schauspieler auf zahlreichen Parabeln, um im 23-Sekunden-Intervall Schwerelosigkeit zu erzeugen, während Handkameras das Geschehen festhielten“, heißt es in der Los Angeles Times im Jahr 1995.

„Apollo 13“ kannst du bei zahlreichen Streaming-Diensten ausleihen.

Noch mehr Sci-Fi-Filme für dich?

Du kriegst nicht genug von Weltall-Filmen? Zum Glück gibt es zahlreiche weitere Werke über die Erforschung des Universums. Hier findest du weitere Weltraum-Filme. Außerdem solltest du diese drei Weltraum-Serien unbedingt sehen. Außerdem haben wir hier fünf exzellente Science Fiction-Filme, die du kennen solltest. Tatsächlich gibt es sogar Alien-Filme, die durch wahre Ereignisse inspiriert wurden.

Quelle: Space, NASA, Los Angeles Times

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