Manch eine Serienfigur in der Geschichte ist nicht gestorben, weil es die Drehbuchautoren und -autorinnen so bestimmt haben, sondern weil sich die Person hinter der Rolle daneben benommen hat und gehen musste oder es anderweitige Konflikte gab. So fand das unter anderem bei „South Park“, „Community“ oder „Two And A Half Man“ statt. Das führte auch zu sehr skurrilen Serientoden.

Vom Konflikt zum Serientod

Sowohl in der Satire-Serie „South Park“ als auch in der Comedy-Serie „Community“ und der Sitcom „Two And A Half Men“ gibt es Figuren, die aufgrund von Auseinandersetzungen der Schauspieler hinter den Kulissen herausgeschrieben wurden.

Dabei ist ziemlich unterhaltsam, welchen Weg der Abdankung gewählt wurden. Das sind die skurrilsten Serientode aufgrund von Problemen hinter den Kulissen.

Achtung: Das ist eine große Spoiler-Warnung für die 4. Staffel „Community“, die 8. Staffel „Two And A Half Men“ und die 10. Staffel „South Park„.

1. „Community“: Pierce onaniert sich tot

Chevy Chase spielt den Toilettenpapier-Mogul Pierce Hawthrone in „Community“, der es anderen Menschen alles andere als leicht macht, ihn zu mögen. Offenbar galt dies auch für den Schauspieler hinter dieser Rolle.

Chevy Chase als Pierce Hawthorne in Community.
Chevy Chase als Pierce Hawthorne in „Community“ © imago images/Everett Collection

Laut verschiedener Medienberichte, mochte Chevy Chase nicht, wie seine Serienfigur geschrieben war, weshalb es vorkommen konnte, dass er einfach während des Drehs herausstürmte. Insgesamt hatten er und der Showrunner Dan Harmon ein sehr schwieriges Verhältnis. Angeblich terrorisierten sie einander gar mit skurrilen Anrufen.

Schließelich verließ Dan Harmon „Community“ nach der dritten Staffel. Und nach der vierten Season ging auch Chevy Chase, woraufhin Dan Harmon wieder zur Serie zurückkam. Er hatte die Aufgabe, Chevy Chases Figur aus der Sitcom zu schreiben und wählte einen interessanten Weg.

In der vierten Episode der fünften Staffel kommt heraus, dass Pierce Hawthrones an Dehydration gestorben ist, während er onanierte. Dementsprechend fällt auch dessen „letzter Wille“ aus. Er vermacht seinen Kolleginnen und Kollegen sein Sperma. Hier werden seine letzten Worte verlesen.

3. „Two And A Half Men“: Charlie und das Klavier

Charlie Sheen, der den stinkreichen Macho und Jingle-Schreiber Charlie Harper bei „Two And A Half Man“ verkörperte, war einst der bestbezahlte TV-Darsteller. Doch der Schauspieler erregte auch mit Drogen- und Alkohol-Skandalen sowie Sex-Eskapaden großes Aufsehen.

Nachdem er den Produzenten der Erfolgsserie, Chuck Lorre, antisemitisch beleidigte, flog er hochkant raus. Es ist kein Geheimnis, dass Ashton Kutcher als Ersatz zur Hilfe kam.

Charlie Sheen als Charlie Harper in Two And A Half Men.
Charlie Sheen als Charlie Harper in „Two And A Half Men“. © imago images/Allstar

Der Abgang von Charlie Sheen ist denkbar böse. So sehen wir in der finalen Folge der achten Staffel, wie ein Double des Schauspielers nach einer Reise in sein Haus zurückkehrt und vor der Haustüre von seinem Klavier erschlagen wird.

Daraufhin schwenkt die Kamera zurück und zeigt Chuck Lorre in seinem Sessel, der sich mit den Worten „Winning“ an die Zuschauer wendet – und daraufhin ebenfalls von einem Klavier erschlagen wird. Die Szene kannst du hier ansehen.

3. „South Park“: Chefkoch wird zum Bär

Chefkoch der Satire-Serie „South Park“ wird von dem mittlerweile verstorbenen Isaac Hayes gesprochen, der ein bekennendes Mitglied von Scientology war. Angeblich kündigte er als Synchronsprecher, weil ihm die Verspottung der religiösen Bewegung nicht mehr gefiel.

Laut der Serien-Schöpfer Trey Parker und Matt Stone hätte Isaac Hayes hingegen kein Problem damit gehabt, sich über andere Religionen lustig zu machen. Sie ließen Chefkoch daher mit einem Knall gehen.

South Park-Figuren.
Die „South Park“-Gang mit Chefkoch. © imago images/Everett Collection

In der ersten Episode der zehnten Staffel tritt Chefkoch nämlich einem psychopathischen Kult bei. Eine Gehirnwäsche macht die sonst sehr gutherzige Figur zu einem pädophilen Sexualstraftäter und wird letztendlich von einem Bär und einem Berglöwen zerfleischt. Ein harter Abgang. Den Serientod von Chefkoch bei „South Park“ kannst du dir hier ansehen.

Im September 2016 erklärte Isaac Hayes Sohn in einem Interview mit The Hollywood Reporter allerdings, dass sein Vater „South Park“ nicht verlassen habe, sondern jemand anderes „South Park“ für ihn verlassen habe:

„Mein Vater hatte im Januar 2006 einen Schlaganfall und verlor die Fähigkeit zu sprechen.[…] Zu dieser Zeit war jeder um meinen Vater herum in Scientology involviert – seine Assistenten, die Kerngruppe der Menschen. Also hat jemand ‚South Park‘ für Isaac Hayes verlassen. Wir wissen nicht wer.“

Isaac Hayes Sohn

Fazit: Konflikte können Unterhaltung werden

Die skurrilen Serientode in „South Park“, „Community“ und „Two And A Half Men“ zeigen, dass auch hinter den besten Serien Konflikte herrschen können. Im Fall von Isaac Haye ist es allerdings leider besonders tragisch.

Mittlerweile ist „Community“ zu Netflix gewandert und so könnte der versprochene Kinofilm aussehen. Das sind die besten Serien des 21. Jahrhunderts. Und hier findest du die sieben besten Horror-Serien zum Bingen.

Quellen: YouTube/Community, The Hollywood Reporter, South Park, eigene Recherche

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