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Lebensgefahr aus dem All! Wie schwarze Löcher dich auf 4 Arten umbringen

Schwarze Löcher können dich auf 4 sichere Arten umbringen. Welche das sind, zeigen wir dir.
Schwarze Löcher können dich auf 4 sichere Arten umbringen. Welche das sind, zeigen wir dir.
Foto: Imago/Science Photo Library
Dass schwarze Löcher gefährlich sind, ist nichts Neues. Wie genau sie dir an den Kragen gehen? Dafür gibt es 4 Möglichkeiten, die wir dir erklären.

Schwarze Löcher können einem schon Angst machen. Wenn du einem zu nahe kommst, hast du praktisch keine Überlebenschance. Du musst nicht einmal den Ereignishorizont des schwarzen Loches erreichen, um von diesem getötet zu werden. Wir erklären dir, auf welche 4 Arten ein schwarzes Loch tödlich für dich sein kann.

4 Arten: So geht dir ein schwarzes Loch an den Kragen

Folgende Szenarien hat die Astrophysikerin Katie Mack gegenüber dem Online-Portal Curiosity.com bestätigt. Zunächst erklärt dieses Video, was allgemein passiert, wenn schon ein winziges schwarzes Loch neben dir auftaucht.

Das passiert, wenn ein winziges schwarzes Loch auftaucht

#1: Extreme Schwerkraft streckt dich wie Spaghetti

Wie entstehen schwarze Löcher überhaupt? Beispielsweise, wenn ein Stern kollabiert: Dabei wird seine komplette Masse zu einem extrem kleinen Punkt mit unendlich großer Dichte zusammengedrückt. Solche Orte sind als Singularität bekannt. Die Gravitation ist dort so stark, dass die Krümmung der Raumzeit gegen unendlich geht.

Dabei entsteht der sogenannter Ereignishorizont, ein Punkt ohne Wiederkehr. Um diesem zu entfliehen, müsstest du schneller als Lichtgeschwindigkeit rennen. Und dass du das kannst, ist ziemlich unwahrscheinlich. Von der intensiven Schwerkraft wirst du solange gedehnt, bis du langgezogen wie eine Spaghetti-Nudel bist.

#2: Akkretionsscheibe des schwarzen Lochs grillt dich

Schwarze Löcher zu entdecken, ist an sich ziemlich schwer. Der Grund ist logisch: Da sie kein Licht entweichen lassen, sind alleinstehende schwarze Löcher praktisch unsichtbar. Bisher wurden sie vor allem durch eine glühende, rotierende Masse erkannt, die als Akkretionsscheibe bekannt ist.

Astronomen können schwarze Löcher ausfindig machen, wenn sie sehen wie sich ein schwarzes Loch und ein Stern gegenseitig umkreisen. Dabei zieht das schwarze Loch dem Stern nämlich Material ab und erzeugt daraus eine Scheibe, die in das schwarze Loch fällt. Das hereinfallende Material erwärmt sich und strahlt superstarke Röntgenphotonen aus, die dich umbringen würden.

#3: Plasmastrahlen knallen dich ab

Stößt du auf ein supermassives schwarzes Loch im Zentrum einer Galaxie, bist du einer weiteren Gefahr ausgesetzt: dem gigantischen Plasmastrahl an beiden Seiten. Denn die Akkretionsscheibe erzeugt nicht nur Röntgenstrahlung. Durch die starke Reibung erwärmt die aufgenommene Materie zusätzlich zu einem magnetisierten Plasma. Dessen Magnetfeld erzeugt in Verbindung mit der Schwerkraft des schwarzen Loches eine blendende Plasmasäule, die aus jedem Ende des schwarzen Lochs herausbricht.

#4: Die Firewall macht dir Feuer unterm Hintern

Nun Spaß beiseite: Nicht nur dein Allerwertester ist bedroht. Am Ereignishorizont eines schwarzen Loches entsteht eine sogenannte Firewall. Aus dem Nichts entstandene Teilchen seien angeblich miteinander verschränkt. Wird ein Teil einer solchen Verschränkung vom schwarzen Loch aufgesogen, wird diese Verschränkung zerstört.

Das führt am Ereignishorizont zu massiven Energiemengen, die alles verbrennen, was ihnen in die Quere kommt. Zwar ist die Firewall-Hypothese nur eine Theorie, aber nach ihr würde dich die Feuerwand eines schwarzen Loches sofort in Flammen setzen.

Wenn bis dahin also weder Plasmastrahlen, die Akkretionsscheibe oder die Spaghettifizierung dir etwas anhaben konnten, steht am Ende zumindest theoretisch noch die Firewall deinem Untergang zu Diensten.

Schwarze Löcher: Nicht für Späßchen zu haben

Wie du siehst, sind schwarze Löcher tatsächlich eine ernstzunehmende Gefahr. Sie könnten uns sogar auslöschen – Weltuntergang absehbar. Es wurde bereits ein schwarzes Loch entdeckt, das alle 2 Tage Sonnenmasse verschlingt. Wir geben aber zu: Es ist atemberaubend, wenn ein schwarzes Loch einen Stern frisst.

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