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Sonnenstürme: So gefährlich können sie uns werden

Sonnenstürme ereignen sich in regelmäßigen Abständen. Aber kann ein besonders intensiver Ausbruch für uns gefährlich sein? Hier sind die möglichen Auswirkungen.

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Woraus besteht die Sonne? Das wird dich überraschen

Der gigantische Feuerball am Himmel hält immer noch viele Rätsel für uns bereit.Doch eines wollen wir für dich klären: Woraus besteht die Sonne?

Im September 2017 schleuderte die Sonne eine gewaltige Menge an Plasma ins All. Glücklicherweise verfehlte der Sonnensturm bei dieser Eruption die Erde. Auch im Jahr 2023 registrieren Wissenschaftler immer wieder beeindruckend starke Sonneneruptionen. Doch was passiert eigentlich, wenn ein Sonnensturm unseren Planeten trifft?

Was passiert, wenn ein Sonnensturm die Erde trifft?

Bisher hat die Menschheit immer wieder glückliche Ausgänge erlebt, wenn ein Sonnensturm auf die Erde traf. Dennoch waren diese Ereignisse nicht ohne Folgen. So kam es 2003 in der schwedischen Stadt Malmö infolge eines Sonnensturms zu einem einstündigen Stromausfall. Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA verlor sogar für mehrere Stunden den Kontakt zu zwei Satelliten.

Im März 1989 musste die kanadische Provinz Québec erleben, wie stark die Aktivitäten der Sonne unser Leben auf der Erde tatsächlich beeinflussen können: Infolge eines Sonnensturms fielen die Stromnetze aus und Verkehrsleitsysteme und Anlagen an Flughäfen versagten daraufhin ihre Dienste. Mehrere Millionen Menschen mussten stundenlang ohne Strom auskommen.

Lesetipp: Wissenschaftler haben bereits herausgefunden, wann die Sonne explodiert. Was das für Folgen hat und wann wir Auswirkungen zu spüren bekommen, zeigen wir dir in unserem Artikel.

Was ist das Carrington-Ereignis?

Der bisher heftigste bekannte Sonnensturm ereignete sich im September 1859. Damals führten starke Sonneneruptionen zu einem Sonnensturm, der auf der Erde für massive Probleme sorgte.

So traten zum Beispiel in Telegrafenleitungen in höheren Breiten so hohe Spannungen auf, dass in den Telegrafen eingelegte Papierstreifen entzündet wurden. Das damals weltweit errichtete Telegrafienetzwerk war durch die Auswirkungen des geomagnetischen Sturms also massiv beeinträchtigt.

Das Ereignis führte sogar dazu, dass Polarlichter, die normalerweise hauptsächlich in den Polarregionen auftreten, in Rom, Havanna und Hawaii zu sehen waren.

Wie oft trifft uns ein Sonnensturm?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Ereignisse dieser Größenordnung etwa alle 500 Jahre die Erde treffen können. Die Plasmaauswürfe der Sonne entstehen, wenn sich große Plasmablasen über die Sonnenoberfläche erheben.

Normalerweise werden diese Blasen durch die Magnetfelder der Sonne zusammengehalten. Reißen sie jedoch, wird das Plasma mit Geschwindigkeiten von bis zu sieben Millionen Kilometer pro Stunde ins Universum geschleudert – ein Sonnensturm entsteht.

Die genauen Folgen eines solchen Treffers auf die Erde können heute nur abgeschätzt werden. Aufgrund unserer immer weiter fortschreitenden Vernetzung ist die Menschheit jedoch abhängig von einer funktionierenden Stromversorgung. Wenn diese zusammenbricht, beispielsweise weil ein heftiger Sonnensturm unseren Planeten trifft, würde das katastrophale Auswirkungen haben.

Eine Bedrohung für unsere Gesellschaft?

Satelliten, Strom- und Kommunikationsnetze sind bei einem Sonnensturm bedroht. „Solche Ereignisse repräsentieren eine Bedrohung für die moderne Gesellschaft, weil sie die Kommunikations- und Navigationssysteme, Satelliten und Luftfahrtsysteme stören können“, zitiert der MDR den Forscher Paschal O’Hare.

Berechnungen aus dem Jahr 2018 sind beunruhigend: Wissenschaftler haben für den Fall eines heftigen geomagnetischen Sturms berechnet, dass bis zu zwei Drittel der US-amerikanischen Bevölkerung von Konsequenzen wie Ausfällen des Strom- und Kommunikationsnetzes betroffen wären.

Allein in den USA könnten so wirtschaftliche Schäden in Höhe von bis zu 40 Milliarden Dollar täglich entstehen.

Können wir uns schützen?

Die Politik hat die Gefahren erkannt, die von Sonneneruptionen ausgehen. „Das Weltraumwetter ist ein Sicherheitsproblem und steht auf der Agenda aller Staaten“, zitiert weather.com den Physiker Stefan Kraft von der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Weltweit betreiben Raumfahrtagenturen daher Weltraumwetterdienste, welche die Menschheit warnen können, wenn sich ein bedrohlicher Sonnensturm auf dem Weg zu uns befindet.

Dadurch erhalten wir 18 bis 36 Stunden Vorwarnzeit – genug, um Satelliten teilweise oder komplett abzuschalten und so vor Beschädigungen zu schützen. Flugzeuge könnten umgeleitet werden, Energieunternehmen ihre Produktion drosseln oder ganz einstellen, um Beeinträchtigungen von Netzen und Transformatoren zu verhindern.

Lesetipp: Fragst du dich, wie alt die Sonne ist? Wir haben die Antwort für dich parat und sie wird dich überraschen.

Welche Risiken bestehen für Deutschland?

In Deutschland haben einige Stromnetzbetreiber vor einigen Jahren getestet, welche Auswirkungen hierzulande zu erwarten wären und kamen zu dem Ergebnis, dass geomagnetische Stürme kein relevantes Risiko für den Netzbetrieb in Deutschland darstellen würden.

Experten schätzen das Risiko, dass starke Sonnenstürme in absehbarer Zeit die Erde erreichen, ohnehin als gering ein. Die Sonne gehe dem Minimum des aktuellen Solarzyklus entgegen, auch die kommenden Zyklen sollen relativ ruhig ausfallen. Diese Ruhe gibt der Menschheit also genug Zeit, sich auf eventuelle Auswirkungen eines neuen Sturms vorzubereiten.

Quelle: ChatGPT, MDR, weather.com, eigene Recherche

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