Erste Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 sowie die daraus resultierende Atemwegserkrankung Covid-19 sind bereit unterwegs. Doch könnte es sein, dass selbst sie keine finale Lösung darstellen. So bringen etwa Corona-Mutationen ein bislang unberechenbares Risiko mit sich. In diesem Bereich könnte Forschern nun ein neuer Durchbruch gelungen sein.

Coronavirus: Mutation in Echtzeit beobachtet

Ein Team aus Wissenschaftlern um Dr. Andreas Bergthaler vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) hat das Erbgut von 750 Infizierten genauer unter die Lupe genommen. Die Forscher kombinierten die Ausbreitungsdaten der Behörden mit Sequenzdaten des SARS-CoV-2-Erregers zu einem Stammbaum. So erlangten sie nicht nur Aufschluss über die Übertragungswege des Virus, sondern auch über bestimmte Corona-Mutationen.

„Wir haben SARS-CoV-2-Virusproben von geografischen Standorten in ganz Österreich ausgewählt und analysiert, wobei der Schwerpunkt auf den Regionen Tirol und Wien lag, da diese beiden die ersten Auslöser der Pandemie in Österreich waren“, schreiben die Forscher des CeMM. „Wir sequenzierten 572 SARS-CoV-2-RNA-Proben von 449 einzigartigen SARS-CoV-2-Fällen, die sich über einen Zeitraum vom 24. Februar bis 7. Mai erstreckten.“

Darüber hinaus habe das Team epidemiologisch gut definierte Cluster zur Quantifizierung der Mutationsdynamik von SARS-CoV-2 genutzt, einschließlich der Beobachtung einer niederfrequenten Mutation, die zur Fixierung innerhalb der Infektionskette fortschreitet. „Die zeitaufgelöste Virussequenzierung enthüllte die virale Mutationsdynamik innerhalb von Individuen mit COVID-19 und epidemiologisch validierte Infektio-Infektiose-Paare ermöglichten es uns, eine durchschnittliche Größe des Übertragungsengpasses von 103 SARS-CoV-2-Partikeln zu bestimmen.“

Corona-Schutz durch ungewöhnliche Maßnahmen

„Wir konnten sehen, wie manche Mutationen entstanden und wieder verschwanden“, so Bergthaler. Im weiteren Verlauf der Pandemie, wolle sein Team untersuchen, „ob hier unterschiedliche Schutzmaßnahmen wie das Masken-Tragen eine Rolle spielen“. Ein Coronavirus-Schutz durch Muttermilch könnte Neugeborene bereits ereilen, bevor sie dem eigentlichen Risiko einer Infektion ausgesetzt sind.

Zum Corona-Schutz empfehlen Forscher auch darüber hinaus eine Vielzahl an Maßnahmen. Eine jedoch kann dich ohne jede Einschränkung vor der Infektion schützen. Eine neue Corona-Mutation könnte dennoch nicht unwesentliche Risiken mit sich bringen. Forscher fanden den Erreger im russischen Sibirien.

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