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Wasser auf dem Mars: 3 Theorien, die du kennen solltest

Das es auf dem Mars Wasser gegeben hat, ist nahezu unbestritten. Doch wohin ist es verschwunden?
Das es auf dem Mars Wasser gegeben hat, ist nahezu unbestritten. Doch wohin ist es verschwunden?
Foto: James Moore, Jon Wade
Gab es auf dem Mars Wasser? Wohin ist es verschwunden? Gibt es überhaupt noch Wasser auf dem roten Planeten? Es gibt viele Dinge, die wir noch nicht über den Mars wissen, doch die wichtigsten Fragen beantworten wir dir hier.

Gibt es auf dem Mars Wasser? Dies ist eine der wohl wichtigsten Fragen, die sich die Wissenschaft in den vergangenen Jahrzehnten gestellt hat. Die Suche nach der Antwort hat bereits Hunderte Millionen von Dollar an Forschungsgeldern gekostet und kann bis heute noch nicht mit Sicherheit abschließend beantwortet werden. Einige Dinge konnten Wissenschaftler jedoch schon herausfinden, weswegen wir dir hier die wichtigsten bekannten Theorien vorstellen.

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Der Mars und das Wasser: Darum ist es so wichtig

Wasser ist einer der Grundbausteine des Lebens. Wenn die Menschheit jemals andere Planeten bevölkern will, ist es also unumgänglich, dass es dort Wasservorkommen gibt. So kann dort beispielsweise Nahrung angebaut oder Sauerstoff zum Atmen hergestellt werden. Neben der Erde gilt der Mars nämlich als der einzige Planet in unserem Sonnensystem, auf dem ein Leben zumindest theoretisch möglich wäre.

Nach zahllosen Untersuchungen sind sich viele Wissenschaftler einig, dass es einst auf dem Planeten Mars Wasser gegeben haben muss. Doch das war vor langer Zeit, heute ist der rote Planet trocken und ausgedorrt.

Woher kommt das Wasser auf dem Mars?

Einige Forscher gehen sogar davon aus, dass die gesamte Oberfläche des Mars vor langer Zeit einmal mit einer Wasserschicht von bis zu 1500 Metern Tiefe bedeckt gewesen sein muss. Darauf weisen Spuren in der Struktur der Marsoberfläche hin. Wissenschaftler vermuten, dass vor etwa 3,5 Millionen Jahren ein heftiger Dauerregen die Flüsse und Seen des Mars zum Überlaufen brachte.

Wohin ist das Wasser verschwunden?

Doch wenn es einst so viel Wasser auf dem Mars gegeben hat, wohin ist es dann verschwunden? Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut glauben, die Antwort auf diese Frage gefunden zu haben. Mit der Hilfe einer Computersimulation entdeckten sie einen Kreislauf, der das Verschwinden des Wassers erklären könnte.

Demnach verdunstete das Wasser und stieg in der Marsatmosphäre in hohe Luftschichten mit kalter Luft auf. Dort wurden die Wasserstoffmoleküle von der ultravioletten Strahlung der Sonne aufgespaltet, woraufhin der Wasserstoff unwiederbringlich im All verschwand. Die Theorie wird von den Entdeckungen britischer Wissenschaftler unterstützt, die erstmals Wasserstoff in der Marsatmosphäre nachweisen konnten.

Es könnte noch Wasser auf dem Mars geben

Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass das wertvolle Nass mit den Jahrmillionen so verdunstet ist, doch vor einigen Jahren wurde eine neue Theorie populär, die behauptete, dass es trotz der Verdunstung auf dem Mars noch Wasser geben müsse.

Forscher der Universität Oxford glauben, dass das Balsalt-Gestein des Planeten Mars einen nicht geringen Teil des Wassers wie ein Schwamm aufgesaugt hat und dass es deshalb im Inneren des Planeten Mars noch viel Wasser geben könnte. Einige Forscher glauben sogar, auf Spuren eines unterirdischen Salzwassersees auf dem Mars gestoßen zu sein.

Fazit: Es gibt (noch) keine abschließende Antwort

Es gibt viele Theorien über den Verbleib des Wassers auf dem roten Planeten. Wenn dort Wasser existieren sollte, wäre es für Menschen in der Zukunft vielleicht eines Tages möglich, den Mars zu bevölkern. Bis es soweit ist, liegt allerdings noch viel Arbeit vor uns. Viele Fragen dürften beantwortet werden, wenn die ersten Menschen den Mars betreten. Diesen gewaltigen Schritt für die Menschheit will die NASA voraussichtlich in den 2030er-Jahren bewältigen. Eine Forschungsgruppe aus verschiedenen Experten, Universitäten und einem Architekturbüro hat atemberaubende Konzeptbilder veröffentlicht, die zeigen, wie die erste Marsstadt aussehen könnte.

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