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Nackt schlafen? Forscher machen überraschenden Vorschlag

Nackt zu schlafen, hat laut Wissenschaft überraschende Vorteile.
Nackt zu schlafen, hat laut Wissenschaft überraschende Vorteile.
Foto: GettyImages/gorodenkoff
Artikel von: Dana Neumann
Komplett ohne Kleidung ins Bett zu gehen, hat unerwartete Nebeneffekte wie Wissenschaftler:innen erklären. Dabei geht es keineswegs um die Kühlung.

Die Hitze der vergangenen Tage macht die Entscheidung zum Nacktschlafen leichter. Gerade für Männer kann es sich aber lohnen, auch abseits von hohen Temperaturen über die hüllenlose Nachtruhe nachzudenken. Laut Wissenschaft gibt es nämlich noch einige andere Vorteile außerhalb von weniger Schwitzen. Sogar die eigene Fruchtbarkeit könne dadurch positiv beeinflusst werden.

Besser schlafen: 6 Tipps für eine gesunde Schlafroutine
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Nackt zu schlafen, ist bei vielen beliebt

Zunächst sei gesagt, dass niemand unbedingt nackt schlafen muss. Wer sich dabei unwohl fühlt, friert oder es aus anderen Gründen ablehnt, wird keine Nachteile erleiden. Was Expert:innen jedoch vorschlagen, ist das Ausprobieren, um beispielsweise spezielle Erkrankungen zu verhindern.

Gleich drei gute Gründe sprechen demnach dafür, auch mal im sogenannten "Birthday Suit" ins Bett zu gehen. Viele Menschen müssen sich davon nicht einmal überzeugen lassen. Schon jetzt bevorzugen es einer aktuellen Studie zufolge bereits 50 Prozent der 1.015 Teilnehmenden, nackt zu schlafen. Die Hälfte davon empfand dies als sehr komfortabel oder hatte das Gefühl, besser schlafen zu können.

Und auch die Deutschen mögen es hüllenlos. 2019 zeigte (via Antenne Bayern) eine Schlafumfrage von YouGov und IKEA, dass 41 Prozent der 5.072 Befragten gern nackt schlafen. Dabei waren es vor allem Männer, die ein derartiges Schlafgefühl befürworten.

3 gute Gründe, um nackt zu schlafen

Abgesehen vom subjektiv besseren Schlafempfinden und der Temperaturkontrolle, gibt es aber noch drei weitere Pluspunkte, die du dem Nacktschlafen abgewinnen kannst. Und zwar auch aus gesundheitlicher Sicht.

#1 Verbesserung der Spermienqualität

Wer als Mann wert auf seine Fruchtbarkeit legt, sollte es zumindest in Erwägung ziehen, nackt zu schlafen. Dr. Navya Mysore, Expertin im Bereich reproduktiver Gesundheit, zufolge können sich kühlere Temperaturen positiv auf die Spermienqualität und -beweglichkeit auswirken.

#2 Mehr Intimität

Für die partnerschaftliche Gesundheit kann es ebenso förderlich sein, die Kleidung wegzulassen. Dabei geht es allerdings nicht um sexuelle, sondern einfache Hautkontakte, die unter anderem zu Stressabbau führen. Das geschieht, weil das "Kuschelhormon" Oxytocin dabei freigesetzt wird. Es zählt zu den Glückshormonen und löst positives Empfinden aus.

#3 Mildern von Pilzerkrankungen

So unappetitlich es klingt, aber Schlaf hat auch das Potenzial, Hefepilzinfektionen zu fördern. Grund dafür ist das geschlossene, dunkle und enge Umfeld, in dem diese gedeihen. Für Männer und Frauen kann das beispielsweise zu derartigen Erkrankungen im Genitalbereich führen. Mysore rät deshalb zu angemessener Luftzufuhr. Nackt zu schlafen "ist einen Versuch wert", erklärt sie gegenüber LifeHacker.

Darum vielleicht nicht in jedem Fall nackt schlafen

Ein paar Nachteile hat es dann aber doch, auf Kleidung zu verzichten. Durch die fehlende Körperbedeckung setzen sich Schweiß, Hautschuppen und andere Körperöle leichter und direkter in Bettzeug und Matratze fest. Das kann am Ende zu mehr Hausstaubmilben und Allergien führen, denn diese ernähren sich von den menschlichen "Resten". Helfen kann eine wissenschaftlich belegte Regel, wie oft du Bettwäsche waschen solltest. Entsprechend schlecht ist das häufigere Reinigen allerdings am Ende für die Umwelt.

Kommen bei Hitze zudem Ventilator, Klimaanlage und Co. zum Einsatz, kann das zu einer ungewollten Unterkühlung führen. Wie Professor Thomas Penzel, wissenschaftlicher Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité in Berlin, erklärt, ist der Körper in der REM-Phase weniger geschützt. Dann "fallen die Reflexe des Körpers zur Regulierung der Körperwärme aus", sagt der Wissenschaftler.

Weitere Tipps zum Schlafen

Dass Nachtruhe selbst auch positiv auf die Gesundheit wirkt, ist bekannt. Wie lange wir schlafen, entscheidet am Ende aber noch einmal genauer darüber. Umgekehrt kann deshalb auch zu wenig Schlaf entsprechende Auswirkungen haben. Kannst du an der Länge nichts ändern, versuche die Qualität zu beeinflussen. Für besseren Schlaf sind zumindest sechs Methoden hilfreich.

Quelle: LifeHacker, Antenne Bayern, , Apotheken Umschau, Mattress Advisor

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