Kurz und knackig: Die Sonne brennt nicht. Klar, sie ist unvorstellbar heiß, erzeugt Licht und alles, aber sie brennt nicht. Denn eine Kernfusion ist nicht dasselbe wie ein Brand. Um zu brennen, würde die Sonne weit mehr Sauerstoff benötigen. Und wenn es in den unendlichen Weiten des Weltalls an einem mangelt, ist es das.

Die Sonne brennt nicht – was sonst?

Wenn ein Holzscheit, ein Blatt Papier oder ein Docht brennt, regiert eine Substanz chemisch mit Sauerstoff. Bei der Verbrennung werden Bindungen zwischen Atomen aufgebrochen und neue Bindungen eingegangen. Die daraus resultierende überschüssige Energie emittiert in Form von Wärme und Licht. An den Atomen selbst ändert sich dabei aber nicht viel. Bei dem, was auf der Sonne vor sich geht, ist es etwas anders.

Die Sonne brennt nicht, wie wir es von Holz oder ähnlichem kennen. Denn im Rahmen der Kernfusion, die im Zentrum dieser riesigen Gaskugel passiert, verschmelzen einzelne Atomkerne. Dabei entstehen völlig neue Atome – nicht vergleichbar mit einem herkömmlichen Brand, erklärt Wissenschaft im Dialog. Protonen kollidieren so heftig, dass sie aneinander haften bleiben und dadurch Energie freisetzen. Sie bewirkt wiederum weitere Reaktionen, die den Stern – in unserem Fall die Sonne – von innen nach außen aufheizen.

Dieser Prozess findet in einem gewaltigen Ausmaß statt. Zum Vergleich: Die Sonne ist mehr als 100 Mal größer als die Erde und verfügt über das gut 333.000-fache ihrer Masse. Sie besteht in erster Linie aus Wasserstoff und Helium. Bei ihnen handelt es sich um die kleinsten und leichtesten Atome. In Kombination mit der schieren Masse Sonne bewirken sie eine enorme Schwerkraft, die die Teilchen im Zentrum extrem dicht zusammendrückt. Durch die resultierenden Kernfusionen erreicht die Sonne in ihrem Zentrum eine Temperatur von circa 15 Millionen Kelvin.

Wissenswertes zu unserer Sonne

Die Sonne entstand vor etwa 4,6 Milliarden Jahren. Ihr System umfasst einschließlich der Erde acht Planeten und auf ihrer Oberfläche erreicht der Stern Temperaturen von mehr als 5.000 Kelvin. Im Wesentlichen besteht die Gaskugel aus folgenden Bestandteilen:

  • Wasserstoff: 92,1 %
  • Helium: 7,8 %
  • Sauerstoff: 500 ppm
  • Kohlenstoff: 230 ppm
  • Neon: 100 ppm
  • Stickstoff: 70 ppm

Quelle: Wissenschaft im Dialog

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