Unsere Sonne wird auf Kinderzeichnungen gerne mit gelben Strahlen oder Stacheln dargestellt. Ob dies etwas mit der Realität zu tun hat, war bisher unklar, da wir über Beschaffenheit und Struktur unserer echten Sonne recht wenig wissen. Aufnahmen der ESA zeigen jedoch nun eine neue Struktur, die dieses Bild teilweise bestätigt.

Sonne mit „Igel“-Beschaffenheit

Zeichnet man eine Sonne, fügt man dem gelben Kreis gerne ein paar Stacheln oder Strahlen hinzu. Diese Darstellung hat augenscheinlich auch etwas mit der Realität des großen Sterns zu tun, wie ein Bild der ESA zeigt. Bei der Aufnahme ist im unteren Drittel eine stachelige Struktur zu erkennen, die sich den Spitznamen „solarer Igel“ einhandelte.

Das Bild erschien bereits Ende März mit Hilfe des Extrem-Ultraviolett Imigers (EUI) auf einer Wellenlänge von 17 Nanometern. Damit kam er der Sonne besonders nah – die Entfernung betrug nur 32 Prozent im Vergleich zum Abstand zwischen Sonne und Erde.

Der solare Igel wird als „kleinräumiges Merkmal“ eingestuft. Dieser Begriff ist allerdings irreführend, wenn man bedenkt, dass die Struktur einen Durchmesser von 25.000 Kilometern hat und somit allein doppelt so groß wie unsere Erde ist.

Neue Erkenntnisse zur Sonne

Die Gase rund um den solaren Igel haben eine ungefähre Temperatur von eine Millionen Grad Celsius. Aber wusstest du, dass sie Sonne trotz dieser massigen Temperaturen nicht brennt. Im inneren ist der Stern übrigens noch heißer. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel „Wie heiß ist die Sonne?„.

Quelle: ESA

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