Veröffentlicht inScience

Weltraum: 9 unberechenbare Phänomene, die keiner von uns miterleben will

Auch wenn der Weltraum die meisten mit Faszination erfüllt, birgt er auch eine Menge Gefahren. Denn am Ende sind wir den interstellaren Naturgewalten schutzlos ausgeliefert.

Weltraum
Der Weltraum birgt viele Gefahren für uns. © Zaleman - stock.adobe.com

Neben wunderschönen Galaxien und atemberaubenden Planeten hat der Weltraum auch eine dunkle Seite. Alles verschlingende Schwarze Löcher, stürmische Asteroiden und vieles mehr könnten mit Leichtigkeit die Menschheit auslöschen. Lies weiter, um zu erfahren, was durchaus möglich ist, aber wirklich niemand von uns miterleben will.

Der letzte Sonnenaufgang

Schiebt sich im Weltraum der Mond vor die Sonne, merken wir das sofort. Eine absolute Sonnenfinsternis ist die Folge. Die letzte fand im Jahr 1999 in Deutschland statt, die nächste bekommen wir in Europa erst am 08. April 2024 zu Gesicht, wie timeanddate erläutert. Jedoch lass dir gesagt sein: Wenn es auf der Erde plötzlich derartig dunkel wird, spürst du auch sofort wie sich die Luft ein wenig abkühlt.

Auch wenn das Ereignis in der Regel nur wenige Minuten andauert, können diese einem die Nackenhaare aufstellen. Unweigerlich folgt der Gedanke: Was, wenn die Sonne nie wieder scheint?

Vernichtende Sonnenstürme

Daran schließt sich direkt das nächste Schreckensszenario aus dem Weltraum an. Masseausbrüche der Sonne lösen sogenannte Sonnenstürme aus. Diese können wiederum Störungen etwa im Funk auf der Erde verursachen. Laut National Geographic könnte ein übermäßig starkes Exemplar Stromausfälle auf der ganzen Welt verursachen – und das für ein ganzes Jahr.

Bei einem sogenannten Blackout, also einem flächendeckenden und langanhaltenden Stromausfall, würde das Leben, wie wir es kennen, schnell beendet sein. So erklärt das Hamburger Abendblatt anschaulich, wie wir in absoluter Dunkelheit nicht mehr digital kommunizieren könnten, ganze Lieferketten und die Lebensmittelversorgung zu Grunde geht und vieles mehr. Innerhalb weniger Tage wären wir wieder auf dem Industriestandard des Mittelalters angelangt. Und das alles nur durch einen kleinen Impuls aus dem Weltraum.

Der Mond verschwindet

Unser Mond erhellt nicht nur die dunklen Nächte. Er sorgt auch für eine stabile Erdachse und beeinflusst damit unsere Jahreszeiten. Weicht er von seiner Bahn ab, hätte das verheerende Auswirkungen auf unser Klima wie der Süddeutsche Rundfunk einordnet.

Ohne Mond wäre es sogar möglich, dass unsere Erdachse um 90 Prozent kippt. Ähnlich wie an den Polkappen gäbe es dann auf der ganzen Welt ein halbes Jahr lang nur Sonne – und die andere Hälfte absolute Dunkelheit. Das würde nicht nur das Leben der Menschheit verändern. Auch die Tier- und Pflanzenwelt müsste sich an diese Gegebenheiten anpassen – ein großes Artensterben ist nicht auszuschließen.

Unberechenbare Supernova eines nahen Sterns

Von einer Supernova spricht man, wenn etwa Weiße Zwerge in sich zusammenfallen und Explodieren. Die Strahlkraft dieses Ereignisses ist derartig groß, dass Forschende damit sogar Entfernungen im Weltraum messen. Die Frage „Was ist eine Supernova?“ erklären wir in unserem separaten Artikel genauer.

Fakt ist: Es ist ein gewaltiges Ereignis. LiveScience.com erklärt, dass wir bei einer Supernova auch die „Tötungszone“ berücksichtigen müssen. Nähert sich eines Tages ein verräterischer Weißer Zwerg der Erde auf 40 bis 50 Lichtjahre, könnte die Explosion uns mitverschlingen.

Kollision mit unserer Nachbargalaxie

Apropos verschlingen: Unsere Nachbargalaxie Andromeda hat es wohl auf uns abgesehen. Auch wenn sie noch 2,5 Millionen Lichtjahre von unserer Milchstraße entfernt ist, schleicht sie sich langsam aber sicher an. Verschmelzende Galaxien sind im Weltraum keine Seltenheit. Die NASA hat sogar mal zwei Galaxien in einem „galaktischen Tanz“ beobachten können. Jedoch ist unklar was passiert, wenn wir bei der Vermischung dabei sind. Da so eine Verschmelzung in 3 bis 5 Milliarden Jahren jedoch alles neu anordnen würde, wissen wir: Nichts Gutes kommt dort auf uns zu.

Mega-Asteroiden auf Kollisionskurs

Anders als der Saturn ist unsere Erde nicht von einem Asteroidengürtel umgeben. Dennoch verirrt sich der ein oder andere am vom Rand unserer Galaxie doch mal halbwegs in die Nähe der Erde. Ein Exemplar ist etwa der Asteroid Apophis. Benannt nach dem Gott des Chaos vermag dieser nicht die sonnigsten Zukunftsaussichten mitzubringen.

Man ging nach seiner Entdeckung im Jahr 2004 sogar davon aus, dass er 2029 die Erde treffen würde, wie Deutschlandfunk einordnet. Nun wissen wir zum Glück, dass der Koloss mit einer Höhe von 300 Metern mit sicherem Abstand an uns vorbeifliegt. Aber dort sind noch einige Steine im Weltraum, bei denen wir eventuell nicht so viel Glück haben.

Wir werden Opfer der Dunklen Strömung

Zwischen den Sternenkonstellationen Centaurus und Vela entdeckten Forschende die sogenannte Dunkle Strömung, wie The New Scientist berichtet. Hierbei handelt es sich um eine Stelle im Weltall, die Galaxien magisch anzuziehen scheint. Den Erkenntnissen der Wissenschaftler*innen zufolge fließen diese in überragender Geschwindigkeit diesem Fleck entgegen. Wieso das der Fall ist und was sich genau dahinter verbirgt, bleibt vorerst unklar.

Alles verschlingende Schwarze Löcher

Schwarze Löcher sind faszinierend und zuhauf im Weltraum zu finden. Eines, Sagittarius A*, befindet sich im Herzen unserer Milchstraße. Bisher wissen wir, dass diese gravitationsreichen Objekte alles verschlingen, auch das Licht. Würde sich jenes in unserer Nachbarschaft plötzlich massiv ausdehnen, könnten auch wir unserem Schicksal nicht entfliehen. Denn sie töten und zwar auf vier Arten:

Eine Alien-Invasion (nicht von der guten Sorte)

Gibt es noch anderes Leben da draußen? Das ist sogar recht wahrscheinlich. Aber ob Außerirdische uns gegenüber wohlgesonnen sein werden, das können wir wirklich nicht wissen. Es gab bisher sogar schon Versuche Botschaften an Aliens zu senden. Von dieser Idee zeigen sich aber nicht alle Teilnehmenden der Wissenschaftsgemeinde begeistert. Denn diese sind überzeugt: Ist fremdes Leben dem Menschen nur ein wenig ähnlich, geht das Ganze nicht gut aus.

Quellen: Deutschlandfunk, Hamburger Abendblatt, LiveScience.com, National Geographic, timeanddate, eigene Recherche, The New Scientist, Süddeutscher Rundfunk

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.