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NASA: Besonderer Fund – älteste Galaxien erstmals bestätigt

Die NASA hat die bislang ältesten Galaxien der Weltraumgeschichte ausfindig gemacht. Und nicht nur das: Nun liegt auch die wissenschaftliche Bestätigung vor, dass der Fund auch tatsächlich korrekt ist.

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Die US-Weltraumbehörde NASA betreibt zusammen mit der ESA (Europa) und CSA (Kanada) das James-Webb-Weltraumteleskop seit Ende 2021. Dieses ist also noch gar nicht so lange im All unterwegs, liefert aber bereits jetzt erstaunliche Bilder und Daten. Nun konnte man mit dessen Hilfe einen neuen Meilenstein bei der Beobachtung des Universums feiern.

NASA: Bislang älteste Galaxien überhaupt bestätigt

Das erst vor gut einem Jahr ins All gestartete James-Webb-Weltraumteleskop verblüfft schon jetzt mit Aufnahmen, die man vorher für nicht möglich hielt. Wie die NASA jetzt berichtet, ist dank des Gerätes ein neuer Coup gelungen. Denn anhand neuer gesammelter Daten konnten Forschende die bislang frühesten Galaxien des Universums ausfindig machen und bestätigen.

Das Licht, das von ihnen ausgeht, war 13,4 Milliarden Jahre unterwegs. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass besagte Galaxien etwa 350 Millionen Jahre und früher nach dem Urknall entstanden sein müssen, als das Universum gerade einmal zwei Prozent seines Alters erreicht hatte. Zuvor fand das Teleskop weit entfernte Kandidaten, doch jetzt liegt die Bestätigung vor. Auf insgesamt vier Galaxien treffen die neuen Beobachtungen zu.

Wellenlängen im Licht Schlüssel für Erfolg

Damit der Fund gelingen konnte, mussten sich die Profis das aufgenommene Licht ganz genau anschauen. Die Wellenlängen von Licht werden in die Länge gezogen, während sich das Universum weiter ausdehnt. Das Licht der frühen Galaxien wurde um Faktor 14 gestreckt und das bringt sehr charakteristische Eigenschaften mit sich.

Übrigens: Die Galaxien mögen sich nur kurz nach der Entstehung des Weltraums formiert haben. Aber gab es den Urknall überhaupt? Eine neue Theorie stellt sie eindeutig infrage.

Das Forschungsteam hielt Ausschau nach Galaxien, die im Infrarot sichtbar sind, deren Licht aber bei einer kritischen Wellenlänge abgeschnitten wird. Der genaue Punkt dieses Schnittes innerhalb des Lichtspektrums einer Galaxie wird durch die Ausweitung des Alls beeinflusst. Eine erste Auswahl von 250 Ergebnissen konnte man dann in anschließenden Untersuchungen auf vier reduzieren.

Für die Forschung können sich nun neue Erkenntnisse und Untersuchungen anschließen. Dank der Entdeckungen können Experten und Expertinnen die Eigenschaften der Galaxien genauer erforschen. Man erhofft sich Rückschlüsse zum gegenwärtigen Zustand des Universums, indem man dessen Vergangenheit unter die Lupe nimmt.

Quelle: NASA

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