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Edward Snowden: Genialer Trick macht dein Handy sicher

2019 veröffentlichte Edward Snowden das Buch "Permanent Record".
2019 veröffentlichte Edward Snowden das Buch "Permanent Record".
Foto: Getty Images/The Guardian
Artikel von: Philipp Rall
Ein abhörsicheres Handy zu basteln ist gar nicht mal schwierig. Damit es auch dir gelingt, teilt Edward Snowden seine Tricks mit dir.

Vor allem im Kontext der Spyware Pegasus scheint die Sicherheit von Smartphones abermals in den Fokus zu rücken. Willst du allerdings den Schritt gehen, dir ein abhörsicheres Handy zuzulegen, musst du einiges an Komfort einsparen. Der ehemaliger CIA-Mitarbeiter Edward Snowden verriet vor geraumer Zeit, wie du es dir selbst zusammenbasteln kannst. Nun meldet er sich zurück und macht abermals auf die Relevanz des Themas aufmerksam.

Abhörsicheres Handy zum Selbermachen: Edward Snowden verrät dir seine Tricks
Abhörsicheres Handy zum Selbermachen: Edward Snowden verrät dir seine Tricks

Edward Snowden über Apple und das "allsehende Auge"

In den vergangenen paar Monaten und Jahren sind Geheimdienste wie die NSA immer weiter aus dem Visier der Öffentlichkeit gerückt. An ihre Stelle getreten ist ein privates Unternehmen, die NSO Group. Mit ihrem "fliegenden" Trojaner Pegasus besetzen autoritäre Regime die Smartphones von Aktivist:innen, wie auch Edward Snowden einer ist.

Der Analyst aber sieht ein wesentliches Risiko in einem weit bekannteren Konzern: Apple. Er sehe in der Gegenwart den "Beginn einer dunklen Zukunft". Snowden kenne kein anderes Unternehmen, "das so stolz und öffentlich Spyware auf seinen eigenen Geräten verteilt" habe, schreibt er in seinem Substack-Newsletter.

Umso präsenter scheint dadurch seine 2019er-Beschreibung eines abhörsicheren Handys zu werden.

Abhörsicheres Handy: Die Tricks eines Profis

Relativ simpel geht es los: Snowden rät von den gängigen Betriebssystemen ab. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Fällen, in denen sich zeigte, dass Android und iOS nicht so sicher sind, wie sie es gerne wären und spätestens die damit einhergehenden Anwendungen für Schwachstellen sorgen. "Wenn ich heute ein Smartphone konfigurieren würde, würde ich GrapheneOS von DanielMicay als Basisbetriebssystem verwenden", schreibt der Whistleblower.

"Ich würde zu Hause kein WiFi benutzen"

Das Mikrofon würde er entlöten, die Antennen für WLAN, Bluetooth und Ähnliches jedoch verbaut lassen. Abschalten könne er sie immer noch, wenn er sie nicht benötige. Zum Surfen verwende der ehemalige CIA-Analyst außerdem das Proxy-Netzwerk des Tor-Projects. "Ich würde zu Hause kein WiFi benutzen, denn globale Karten mit der eindeutigen ID jedes drahtlosen Zugangspunkts [...] sind kostenlos und werden ständig aktualisiert."

Edward Snowden würde zudem Ethernet verwenden; "Ja, Ethernet auf einem Telefon." Der Whistleblower würde "Netzwerkberechtigungen für jede App, die sie nicht benötigt, mithilfe einer App-Firewall verweigern." Auch zu E-Mails, Ad-Blockern und vielen weiteren Punkten hält er in seinem 2019 erschienenen Buch "Permanent Record" eine Meinung und Tipps für dich. Wir verraten dir darüber hinaus, wie du Spionage-Apps erkennen und entfernen kannst.

Quelle: Twitter/Edward Snowden, "Permanent Record" (2019), eigene Recherche

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